Entsorgung auf schwäbisch

In Norden von Karlsruhe war einmal ein Kernforschungszentrum mit einer netten, kleinen Wiederaufbereitungsanlage. Dort verarbeitete man unter anderem die Abfälle aus dem Klinikum Heidelberg, der TH Karlsruhe und der Stromversorger. Die schwach- und mittel- radioaktiven Abfälle landeten in der Asse II. Was übrig blieb war eine wirklich üble, höllenheisse Brühe aus konzentrierter Salpetersäure und den darin gebundenen radioaktiven Bestandteile. Es musste dauernd gekühlt werden, die Kühlung war zur Sicherheit dreifach ausgelegt. Das lagerte vor sich hin und keiner der so cleveren Schwaben wusste, wie das zu entsorgen sei.

Der Rückbau von atomaren Anlagen war schon bei Kohl so richtig in Mode gekommen und so entschlossen sich die Baden-Württemberger, auch ihre WAA rückbauen zu lassen. Die 2,7 Milliarden an Kosten trägt der Steuerzahler über den Bund und wenn es zu viel wird helfen auch die Energieversorger. Kleinere Pannen sind bei einem solchen Rückbau nie ganz ausgeschlossen. Teurer wird es immer. Das kann BW aber kalt lassen im Landtag hat sich die SPD mal mit der CDU darüber gestritten, ob es 70 oder 80 Millionen sind – wau. Die cleveren Schwaben wissen halt, wie man sich Ausgaben vom Hals schafft.

Da man die Entsorgung in Karlsruhe offenbar nicht allein schaffte, die üben dort gerade mal das Steineschneiden, schaffte man die heisse Suppe nach Cadarache. Cadarache ist das berühmte französische Kernforschungszentrum an der Durance in der Nähe von Aix-en-Provence, in dem mal so nebenbei 39 Kg unregistriertes Plutonium fand. Wer den Transport dorthin genehmigte, ob Frau Schavan oder Herr Gabriel, ist unerheblich. Klammheimlich erfolgte er jedenfalls mit einer Fracht, die bei einem Unfall ganze Landschaften, die Flussläufe des Rheins oder der Rhône auf Jahrhunderte beschädigt hätte. Aber die cleveren Schwaben waren das Zeug mal los.

Trotz Zeiten des Terrors (Anschlagsort Reichstag ist sowieso Schwachsinn), trotz Protesten in der betroffenen Region sollen Mitte Dezember die nächsten Castoren rollen. Dort fahren die radioaktiven Abfälle aus Karlsruhe also an Karlsruhe vorbei nach Lubmin, was ein Herr Oettinger schon vor einiger Zeit ermauschelt hatte. Herr Mappus hat neulich großzügigerweise angeboten, Castoren zurück zu nehmen – in seiner Angst, dass baden-württemberger Machenschaften auffliegen. Da pfiff ihn aber die ganze Atommafia zurück: Was unser jetziger EU-Energiekommissar damals eingefädelt hat, soll Mappus nicht zerschneiden. Wo kämen wir den hin, wenn BW und Bayern ihren Atommüll behielten. Zudem werden die Abfälle dort nicht zwischengelagert, sondern es wird an dem heissen Stoff geforscht – nicht zehn Jahre, nicht zwanzig, nicht dreissig, nein viel länger! Russland ist auch näher – immer am Northstream entlang. Die cleveren Schwaben sind jedenfalls das Zeug jetzt ganz los. Das nennt man Entsorgung à la Baden-Württemberg auf Kosten anderer Bundesländer – wahrlich kein guter Schwabenstreich.

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110

Ach, schon wieder so ein Terrortag – man wacht auf und merkt, wie die Angst in einem hoch steigt.
Werde meinen Chef anrufen müssen, dass ich nicht kommen werde – wegen akuter Terrorgefahr. Hoffentlich kriegt der nicht die Panik, so wie gestern.

Habe auch eine fast schlaflose Nacht gehabt. Sah gestern so ein südländisches Subjekt, stieg aus einen 5er BMW Touring. Hach, Kameltreiber und BMW! Lud verdächtige Plastikbeutel in seinen Koffer und ging in die Wurstküche meines Metzgers. Klar verdächtig! Ich merke mir die Autonummer und habe …. sofort 110 angerufen und dann nichts wie weg. Von zu Hause hab ich auch meinen Metzger bei 110 angezeigt; es hat mir gedämmert: der hat ein Terrorzwischenlager. Aber wenn die mich nun erkannt haben?

Ich liege nun mit meinem Spannerfernglas hinter meinem Küchenfenster und halte Ausschau. Schei …, Schei …., da kommt einer. Mit Sprengstoffpaket und als Briefträger getarnt! Schnell, schnell 110 – gestern soll die Polizei ja auch nach zehn Minuten da gewesen sein.

Politik trifft auf Intelligenz

Da zur Zeit die CDU regiert, trifft dieser Zustand also fast immer auf.  Axel E. Fischer, CDU, ist aktuell die berühmteste Person im deutschen Internet. Das kann man dort mit Intelligenz werden oder mit Beiträgen. Dass sich hinter dem Vorschlag grundgesetzliche Probleme und technische Unmöglichkeiten verbergen, verrät der Autor leider nicht. In etwa hat das Netz nun entschieden und man sollte demokratische Meinungen durchaus akzeptieren. Man will schließlich die Wahl zwischen Genie und Vollidiot haben. Wie dem auch sei: das Netz hat viel Freude am Volksgenosse Axel. Hier meine Auswahl von Antworten, zusammengestellt mit Hilfe der Seite von Herrn Hense.

Axel E. Fischer, CDU, fordert Tollwutimpfung für Firefox.

Axel E. Fischer, CDU, fordert Axt-Verbot für Hacker
Axel E. Fischer, CDU, fordert Waffenschein für Shooter-Spieler
Axel E. Fischer, CDU, fordert Auslieferung an Italien wegen Burnig-Rom
Axel E. Fischer, CDU, fordert viel mehr Blitzer wegen zu schnellen CPUs
Axel E. Fischer, CDU, fordert dass für die VDS alle besuchten Webseiten ausgedruckt werden.

Axel E. Fischer, CDU, fordert Waffenschränke für Shooter-Waffen
Axel E. Fischer, CDU, fordert Einsatz von Kardiologen für übertaktete CPUs
Axel E. Fischer, CDU, Fortbildung für Angestellte des BSI.

Axel E. Fischer, CDU, fordert Frauenquote für Desktop-Icons, z.B. “Papierkörbin”

Axel E. Fischer, CDU, fordert Kündigungsschutz für Mietsoftware

Axel E. Fischer, CDU, fordert Betriebsrat für Installationsassistenten.

Axel E. Fischer, CDU, fordert DIN-Norm für WLAN-Kabel
Axel E. Fischer, CDU, fordert biologische Schädlingsbekämpfung für Bugs
Axel E. Fischer, CDU, fordert Sehtests für Datenbus-Fahrer
Axel E. Fischer, CDU, fordert Elterngeld für Motherboards
Axel E. Fischer, CDU, fordert Beleuchtung in Darknets

Axel E. Fischer, CDU, fordert Kruzifixe in Chaträumen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Kalorienangaben auf Newsfeeds

Axel E. Fischer, CDU, fordert Nichtraucherschutz in sozialen Netzwerken.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Wärmeschutzverglasung für Windows.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Buchpreisbindung für Facebooks.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Drogenspürhunde für Datenpakete.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Sicherheitsabstand auf Datenautobahnen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Tierheime für LOLcats.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Wasserqualitätsprüfungen für Quelltext.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Nachnamen für Bernd.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Pflaster für Schnittstellen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Fahrradwege im Internet.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Überwachungskameras für Onlinebanking.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Extremismusprogramm gegen Links. (!)
Axel E. Fischer, CDU, fordert Impfschutz für Computermäuse.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Fluchtwege in Chaträumen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Webseiten auch in gedruckter Form auszuliefern.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Lebensmittelkontrollen für Cookies.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Kaufhausdetektive für Webshops.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Nährstoffampel für Cookies.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Winterreifenpflicht für Datenautobahnen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Überholverbot auf Datenautobahnen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Recht vor Links auf Datenautobahnen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Halteverbot auf Datenautobahnen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Sicherheitsgurte für WLANs.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Ritalin gegen ADSL.
Axel E. Fischer, CDU, fordert das Schubsen von Pixeln strafrechtlich zu verfolgen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Nacktscanner fürs Internet.
Axel E. Fischer, CDU, fordert GPS-Empfänger für Navigationsleisten.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Helmpflicht für Internetsurfer.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Anti-Terror-Einheit gegen Forkbomben.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Öffnungszeiten für Online-Shops.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Stalker-Gesetz gegen Follower.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Führerschein für Bugtraecker.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Atomstrom für SimCity-Städte.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Angelschein für Phishing.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Kippschutz für Windows.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Wesenstests von Emoticons.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Bundeswehreinsatz gegen Google-Bombs.
Axel E. Fischer, CDU, fordert dass Datenmüll getrennt wird.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Staudämme gegen Emailflut.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Kondome für sicheren Datenverkehr.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Zuchtnachweis für reinrassige LOLcats.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Raketenabwehrschirm gegen DoS-Angriffe.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Luftschutzübungen für Cyberwars.
Axel E. Fischer, CDU, fordert recylingfähige Spamfilter.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Telefonbuch für IP-Adressen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Hasch-Tags unter das Betäubungsmittelgesetz zu stellen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert biometrische Avatare.
Axel E. Fischer, CDU, fordert schärferen Brandschutz für VPN-Tunnel.
Axel E. Fischer, CDU, fordert einheitliche Formulare für Kommentarfunktion.
Axel E. Fischer, CDU, fordert verstärktes militärisches Engagement in Java.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Rettungspakete für Datenbanken.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Reservate für Apachen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Endlager für Atom-CPUs.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Einsatz von Langzeitarbeitslosen als Webcrawler.
Axel E. Fischer, CDU, fordert die Abschiebung von Mister Wong.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Dreifachverglasung für Browserfenster.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Rechtschreibreform für Leetspeak.
Axel E. Fischer, CDU, fordert verpflichtende Internet-Kurse für CDU-Mitglieder.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Frauenquoten für Man-in-the-Middle-Angriffe.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Fangquoten für Fail-Whales.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Bekenntnis von WoW zur christlich-jüdischen Leitkultur.
Axel E. Fischer, CDU, fordert regionale Sendegebiete für Webradios.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Rundfunkräte für Youtube.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Unwetterwarnungen bei Shitstorm-Gefahr.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Türsteher vor Chaträumen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Agrarsubventionen bei Farmville.
Axel E. Fischer, CDU, fordert eine Integrationsdebatte für externe Festplatten.
Axel E. Fischer, CDU, fordert beheizte Stallungen für trojanische Pferde.
Axel E. Fischer, CDU, fordert schärfere Sprengstoffkontrollen bei E-Mail-Anhängen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Tollwutimpfung für Firefox.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Leinenzwang für Einbuchstabedanebentiere.
Axel E. Fischer, CDU, fordert den TOR-Schlüssel beim Hausmeister abzugeben.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Artenschutz für Feuerfüchse.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Mindestmaschengröße für das Netz.
Axel E. Fischer, CDU, fordert dass in Zukunft in der Enquête-Kommission für ihn verständlich gesprochen wird.
Axel E. Fischer, CDU, fordert alphabetische Sortierung bei Google-Ergebnisseiten.
Axel E. Fischer, CDU, fordert besseren Brandschutz für Firewalls.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Din-Normen für Popup-Fenster.
Axel E. Fischer, CDU, fordert ein Bekenntnis zur christlich-jüdischen Leitkultur für ausländische Webseiten.
Axel E. Fischer, CDU, fordert eindeutige Steueridentifikationsnummern für Sims.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Volkszählung in Second Life.
Axel E. Fischer, CDU, fordert TÜV-Abnahme bei Diskettenlaufwerken.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Deutsch als Programmiersprache.
Axel E. Fischer, CDU, fordert ein eigenes Angebot von Charlotte Roche.
Axel E. Fischer, CDU, fordert [Ihr Benutzername darf keine Leerzeichen und Umlaute enthalten!].
Axel E. Fischer, CDU, fordert [Dieser Tweet ist in deinem Land nicht verfügbar!].
Axel E. Fischer, CDU, fordert Handwerksordnung für WoW-Gilden.

Axel E. Fischer, CDU, fordert Gehälterkürzungen für Bootmanager.

Axel E. Fischer, CDU fordert Pflaster für Schnittstellen.
Axel E. Fischer, CDU fordert Seifenschale für SOAP.
Axel E. Fischer, CDU fordert Behindertenschulen für Overheads.
Axel E. Fischer, CDU fordert mehr Klopapier auf dem W3C.
Axel E. Fischer, CDU fordert Deutschprüfung für das Semantic Web.
Axel E. Fischer, CDU fordert größere Biergläser für Bit’s.
Axel E. Fischer, CDU fordert Baugenehmigung für Firewalls.
Axel E. Fischer, CDU fordert dickere Gitterstäbe gegen Jailbreaks.
Axel E. Fischer, CDU fordert Durchschläge für E-Mails.
Axel E. Fischer, CDU fordert Strahlenschutz für BluRay-Discs.
Axel E. Fischer, CDU fordert roten Bluescreen.
Axel E. Fischer, CDU fordert geregelte Arbeitszeit für Domain Controller.
Axel E. Fischer, CDU fordert Baugenehmigung für XML-DOM.
Axel E. Fischer, CDU fordert Eintrittspeie für Laufzeitbibliothek.
Axel E. Fischer, CDU fordert Fahrplan des USB-Bus.
Axel E. Fischer, CDU fordert Tierschutz für GNU.
Axel E. Fischer, CDU fordert ein Konzert von OASIS.
Axel E. Fischer, CDU fordert Lärmschutz für POP3-Konzerte.
Axel E. Fischer, CDU fordert Briefgeheimnis für PostScript.
Axel E. Fischer, CDU fordert Verfassung für Solid State.
Axel E. Fischer, CDU fordert BRD-RAM.

Axel E. Fischer, CDU, fordert Schwimmwesten für Internetsurfer.
Axel E. Fischer, CDU, fordert artgerechte Haltung für Linuxpinguine.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Lebensmittelkontrollen für Applecomputer.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Ausbildungsnachweis für Datenträger.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Aufsichtspflicht für Script-Kiddies.

Alex E. Fischer, CDU, fordert Streikverbot für Denial-of-Service
Alex E. Fischer, CDU, fordert Oberflächenversiegelung für Email
Alex E. Fischer, CDU, fordert psychologische Betreuung für Emoticons
Alex E. Fischer, CDU, fordert Sicherheitsnetz für Acrobat
Alex E. Fischer, CDU, fordert 24-Stunden-Tags

Axel E. Fischer, CDU, fordert Lastbeschränkung für Datenträger
Axel E. Fischer, CDU, fordert Lebensmittelkontrollen für Festplatten
Axel E. Fischer, CDU, fordert Aufhebung der Num-Lock

Axel E. Fischer, CDU, fordert Auffangbecken zum Schutz gegen Pufferüberlauf

Axel E. Fischer, CDU, fordert Browsepulver für Kinder-Chaträume.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Ausnahmen für try-catch-Blöcke.
Axel E. Fischer, CDU, fordert mehr Zugbegleiter im PCI Express.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Lärmschutz gegen RSS-Ticker.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Intellekt in Intellectual Property.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Gehörschutz für überlastete Prozess-Ohren.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Maßstabsangaben auf Grafik-Karten.
Axel E. Fischer, CDU, fordert spülmaschinenfeste Satellitenschüsseln.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Zuwanderungserleichterungen für Debuggerfahrer.
Axel E. Fischer, CDU, fordert die endgültige Klärung, ob bei Schily ein Schäuble locker war.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Virennacktscanner.
Axel E. Fischer, CDU, fordert schottische Staatsbürgerschaft für MacBook.
Axel E. Fischer, CDU, fordert LOLcats für Allergiker.
Axel E. Fischer, CDU, fordert die Verfilmung von “I, Phone”.

Axel E. Fischer, CDU, fordert artgerechte Haltung von Klammeraffen.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Viagra-Pflicht für hängende Pointer.
Axel E. Fischer, CDU, fordert zentrale Meldestelle für Passwörter.
Axel E. Fischer, CDU, fordert Rutschschutz für Schaltflächen.

Axel E. Fischer, CDU, fordert Verbot von unchristlichen Voodoo – Grafikkarten.
Ich finde die vorliegenden Vorschläge mindestens genauso sinnvoll wie den vom Fachmann Axel E.Fischer.

Merkels christlich-jüdische Weltbild

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes gehören jeweils 25 Millionen Bundesbürger den beiden christlichen Kirchen an, 106000 Juden gibt es in Deutschland , sieben Millionen Moslems und 24 Millionen gehören keiner oder einer nicht anerkannten Religion an. Die beiden großen Kirchen verlieren pro Jahr zwischen 100 000 und 300 000 Anhänger.  Wie viele der auf-dem-Papier Christen nicht mehr an den Gott der Märchenerzähler aus den Kirchen glauben, kann man nur schätzen. Ich denke, dass die Christen in Deutschland nicht die Mehrheit bilden.

Frau Merkel kann ruhig ihr christlich-jüdisches Weltbild behalten, nur dass dieses patriarchalische System die Grundlage unserer Staatsauffassung sei, ist kompletter Unfug. Spätestens als Frau im Bundeskanzleramt müsste sie doch bemerkt haben, dass wir nicht in der Tradition eines Hirtenvolkes leben. Der Generalsekretär der FDP Lindner hat es ihr auch klar aufs Brot geschmiert.  Alles andere ist nämlich ein Geschichtsverfälschung. Unser Staat ist zu weltanschauliche Neutralität verpflichtet, er darf sich insbesondere mit keiner Religionsgemeinschaft identifizieren. Dies missachtet unsere Bundeskanzlerin mit der Tendenz zur christlichen Theokratie aufs sträflichste. Die Weigerung der CDU/CSU dem Islam den Status einer Religion zu zu billigen, ist ein Skandal.

Jeder Mensch sollte sich ethischen Grundsätzen der Menschheit unterwerfen, aber das haben unsere Kirchen wahrlich nicht gepachtet. Im Gegenteil, die Kirchen sollten sich von diesem Staat allmählich distanzieren, der Kriege zur Sicherung der Energieversorgung und der kapitalistischen Handelswege und das Töten erlaubt. Präemptive Angriffskriege in fernen Landen sind offenbar auch eine christlich-jüdische Option; in Wahrheit sind sie Barbarei. Unter Hitler haben sich die Kirchen aber auch schon derart verbogen.

Die GRÜNEN sind unnötig !!!

Deutschland braucht nur die CDU als Partei, meint Merkels Minister. Bei den Umfragewerten in BW aufgrund dieser Proteste und solchen Demonstrationen ist der Realitätsverlust eines Eckart von Klaeden eklatant. Herr Klaeden ist seines Zeichens Staatsminister im Bundeskanzleramt; der Korvettenkapitän der Reserve ist aber auch bekannt als Anbahner von Waffengeschäften mit den übelsten Partnern bevorzugt in Krisengebieten. Zusammen mit der Arbeitnehmerpartei FDP kann dann ja nichts mehr schief gehen und SPD und Linke brauchen die dann auch nicht.

Schaden für das deutsche Volk

Ein Kanadier namens Patrick Moore wird gerade in unserer gleichgerichteten Presse weitergereicht und betreibt dort Lobbyarbeit für unsere Atomkraftwerker. Hier mal ein kleines Essay , dort ein sehr ausführliches Interview. Als gelernter Biologe ist er selbstredend der ausgewiesene Fachmann für Atomkraftwerke. Der Inhalt des Geschreibsels ist immer der gleiche: nur Atomkraft rettet die Welt – neue Meiler braucht das Land. Hier haben Sie die alte Leier der Atomkraftbefürworter. Dabei ist alles was dieser Mann propagiert so einfach zu widerlegen, wirklich alles! Es sei denn ……

man zerstört die Bedingungen für einen energiepolitischen Neuanfang in Deutschland. Dann kann es durchaus dazu kommen, dass wir nicht ohne Atomkraftwerke auskommen. Unsere jetzige Regierung plant diese Zerstörung in ihrem neuen Energiegesetz. In dieser Energiepolitik der Regierung Merkel steckt so viel Irrsinn, dass man fragen muss wieso unsere führenden Politiker so etwas propagieren und wieso ein Abgeordneter wie Herr Kaster so etwas mit trägt. Man merkt aus allem das Bestreben heraus, das Monopol der vier großen Stromerzeuger zu erhalten und lokale Stromerzeugung möglichst zu behindern. Ein Wiederausstieg aus der Atomenergie soll auch für künftige Regierungen über Jahrzehnte unmöglich gemacht werden. Es kann sein, dass wir sogar neue Atomkraftwerke brauchen, die mit dem bisherigen Abfallstoff U238 oder mit Thorium mit viel höheren Temperaturen und damit einem stärkeren Druck arbeiten und damit noch einmal das zehnfache an Atommüll produzieren.

Dass es auch anders geht ist eigentlich für jeden sichtbar, es geht sogar ohne Kohlekraftwerke. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen , die Mitglieder dieses Gremiums werden von der Bundesregierung selber ausgewählt, hat im Mai in einem Gutachten begründet, dass die Vollversorgung Deutschlands nur mit erneuerbaren Energien möglich ist. Er warnt in einem Schreiben vom 22.9.10 die Bundesregierung davor, ihr Energiekonzept durch zu setzen; Atomenergie sei keine Brückentechnologie, sondern schädige den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien.

Warum behindert unser Wirtschaftsminister Brüderle die Einspeisung von Ökostrom aus Norwegen (Projekt NorGer (Wikipedia) und Report Mainz), dessen Fjorde auch als wunderbare Pufferspeicher nutzbar wären? Die würden nur gebraucht, wenn wirklich in ganz Europa kein Wind weht und es Nacht ist – das gibt es aber nie. Aber Minister Brüderle weigert sich, das Wort „Seekabel“ ins Gesetz zu schreiben.

„Ohne Regelung könnte der Strom aus Norwegen einfach abgeklemmt werden, so wie schon heute Windkraftanlagen abgehängt werden, wenn zu viel Atomstrom das Netz blockiert. Zuständig ist Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Er müsste der Kraft NAV nur das Wort „Seekabel“ hinzufügen. Doch das Ministerium schreibt an NorGer, man sehe derzeit „kein Änderungsbedarf“.

Billige norwegische Wasserkraft im Überfluss. Nur nicht für Deutschland. Weil der Zugang zum Netz nicht geregelt ist.“

Warum werden Windräder auf dem Land und das Projekt Desertec nicht unterstützt, dafür aber die Offshore-Windpark der „Großen Vier“, unsere lieben Stromversorger? Die ökologischen Folgen der OffShore-Windräder werden gar nicht erwähnt. Die machen nämlich so viel Lärm unter Wasser, dass die Fische auswandern werden. Mit den thermischen Solarkraftwerken in der Sahara können jedoch Stromlastspitzen bedient werden, denn Wärme ist besser speicherbar als Strom – nur muss die Speicherung vor Ort erfolgen.

Es kommt hier das Paradigma unserer Regierung zum Tragen: es bleibt alles schön in einer Hand der großen Vier und die Stromkonzerne werden per Gesetz, nicht durch den Markt vor jeder Konkurrenz bewahrt. Für den Verbraucher wird der Strom in Zukunft beliebig teuer werden. Es werden aber Betriebe subventioniert, die besser dort platziert wären, wo der Strom einfacher produziert werden kann. Allein 2,1 Milliarden Euro im Jahr kostet die Ermäßigung des Stromsteuersatzes für das produzierende Gewerbe. Hinzu kommt der Spitzenausgleich für besonders stromintensive Betriebe (Aluminiumhütten, Stahlwerke), den sich der Bund weitere 1,8 Milliarden Euro im Jahr kosten lässt. Das rettet häufig Arbeitsplätze in total unwirtschaftlichen Betrieben, schädigt aber die Umwelt.

Man ist durchaus nicht nur auf Großprojekte angewiesen. Für den Bedarf in Häusern kann man die Herstellung von Strom regionalisieren. Wenn man jedem Ort in geeigneter Lage zwei Windkraftanlagen pro 1000 Einwohner zubilligen würde, wenn alle Süddächer und geeignete Wände mit Solarzellen bestückt wären,die gekühlt werden für Brauchwärme, dann hätte jeder Ort genug Energie für Heizung und Autos. Voraussetzung sind dazu Neubauviertel in Südlage und „Null-Energie“-Häuser. Mit zusätzlicher Kraft-Wärmekopplung würde der Strom für den Restbedarf erzeugt. Viele Gemeinden haben ja schon in solche Anlagen ausgeführt oder projektiert. Mehrfamilienhäuser oder für kleinere Häusergruppen können sogar Strom für Spitzenlasten liefern. Mit der staatlichen Förderung war man ja schon auf dem Weg; nur werden die Gelder nun bewusst gestrichen. ( Für Ballungsräume braucht man noch weiter Kraftwerke, aber Großkraftwerke mit Atom oder Kohle sind überflüssig. Aber das ist wohl nicht im Sinne unserer jetzigen Regierung ).

Alternative Energien brauchen auch intelligente Stromnetze, deren Entstehung Geld kostet. Eine staatliche Anschubfinanzierung über zwanzig Milliarden Eurowürde ein neues Netz entstehen lassen und massenweise Arbeitsplätze bringen. Die Firmen unabhängig von den Großen Vier stehen in den Startlöchern, 2020 könnte ein Backbone- Netz stehen. Dabei wären das neue Netz ein Gleichstromnetz. Dort können Erdkabel benutzt werden; es gäbe keine Verschandelung der Landschaft durch Überlandleitungen und die Durchsetzung gegenüber Überlandleitungen ist beim Bürger sicherlich leichter. Die Großen Vier fordern hingegen von der Regierung ein neues Planungsrecht für 3500 km neue Überlandleitungen; Entmündigung der Bürger bis hin zu Enteignungen soll dieses neue Recht beinhalten. Unsere Regierung fördert die alternative Netzart mit keinem Cent und fordert sie von den bisherigen Stromerzeugern auch nicht. Auch wenn Herr Röttgen der Rot-Grünen Regierung Untätigkeit vorwirft, dann ist das kein Grund damit fort zu fahren, die Regierungen Merkel haben auch nichts getan. Frau Merkel ist konservativ im übelsten Sinne. Die vier großen Stromerzeuger lassen für „intelligente Stromzähler“ die Kunden bezahlen; keiner hat bisher erwähnt, dass damit seit Jahren schon der Einstieg in den Weiterbetrieb von Kohle- und Atomkraftwerke vorbereitet wurde, die im Grundlastbetrieb arbeiten. Für regenerative Energien braucht man andere Mittel.

Durch die neue Gesetzeslage werden lokale Stromerzeugung und moderne Netze jetzt noch behindert, wenn nicht sogar verhindert. Gerade läuft eine sicherlich millionenschwere Werbekampagne dieser Stromerzeuger in den redaktionellen Teilen unserer gleichgerichteten Presse, die Preiserhöhungen dem Solarstrom anlasten. Mit der Laufzeitverlängerung winken ja auch Milliardengewinne und Merkels Politik gestatte den Stromerzeugern das Geld noch aus Deutschland heraus zu schleppen. Das Brüderle reitet zudem noch immer auf der alten Masche rum: „Sonst geht in Deutschland das Licht aus“ – obwohl wir sogar zu viel Strom erzeugen.

Ich habe hier übrigens nichts gesagt zur Sicherheit unserer Atomkraftwerke. Ich denke, dass die Entsorgungsfrage unabhängig von Gorleben-ja-oder- nein prinzipiell unlösbar ist. Ich glaube nicht an den wesentliches Steueraufkommen über die Brennelementesteuer. Ich erwähnte nichts über die Verpressung von CO2 der neuen, super-sauberen Kohlekraftwerke; in Landau hat ein kleines Geothermiewerk schon zu überregionalen Erdbeben geführt. Ich habe auch nicht die Interessenlage von CDU und FDP als Parteien in dieser Sache zu ergründen versucht, auch wenn ich das beschleunigte Ausplündern der Bürger nur mit Kopfschütteln sehe. Doch diese Parteien verlassen sich voll auf die unbegrenzte Dummheit der Deutschen als Wähler und tun es wie die großen Kapitalisten, sie plündern mit.

Perversion des Afghanistankrieges

Mein Gott, was ist dieser TV-Blog herunter gekommen. Nur noch ein reiner Sportblog, dagegen habe ich nichts, läuft auf anderen Gebieten fast nichts mehr (heute ist Augur und Herbert mal wieder da). Bis auf Midlifecrisis hat sich die Redaktion ganz verabschiedet. Noch nicht mal das Hardwarelabor preist für die Jugendlichen die menschenverachtenden Spielchen an.

Aber Hallo, dem kann doch abgeholfen werden, denn die Wirklichkeit ist doch besser als jedes Spielchen. Wie schreibt Friedemann Diederichs in der Nordseezeitung:

Der Tod kommt per Joystick


Washington. Der CIA-Offizier ging kein Risiko ein: Er saß in einem abgedunkelten Raum in der Geheimdienstzentrale in Langley (US-Bundesstaat Virginia), als er auf den Knopf drückte. Wenige Sekunden später starben mehrere tausend Kilometer entfernt acht deutsche Islamisten in den Trümmern eines pakistanischen Bauernhofes.

Guter Artikel übrigens. Unter Verletzung des pakistanischen Luftraums werden deutsche Staatsbürger ermordet. Wieder hat es ganz Böse getroffen und da kennt Friedensnobelpreisträger Obama nichts. Das ist ein Erfolg, mit zwei Raketen 10 Menschen beim Abendessen und einen Bauernhof aus zehn Kilometer Höhe zu eliminieren. Die Frauen, die wahrscheinlich das Essen zubereitet haben, werden in unserem christlich-jüdischen Kulturkreis auch nicht gezählt. Das sind Erfolge! Ich nenne es aber eine Perversion, so zu töten, und einen Missbrauch der Technologie. Einen Erfolg wird sie nicht bringen.

Neulich habe ich eine nette Rechnung gelesen:

1. Die Zahl der Taliban in Afghanistan laut Pentagon-Angaben: 35’000

2.Getötete Taliban pro Jahr durch die Koalitionstruppen: 2’000


3. Kosten des Krieges in Afghanistan laut Pentagon 2010: 100 Milliarden Dollar

4. Indirekte Kosten 2010 für den Krieg in Afghanistan laut Pentagon: 100 Milliarden Dollar

Wenn man die 200 Milliarden Dollar durch 2’000 getöteten Taliban für 2010 dividiert, dann kostet jeder getötete Taliban 100 Millionen Dollar in diesem Jahr.

Und wenn es nur die Hälfte ist oder ein Viertel, ist es immer noch verrückt hoch.

Das stammt aus Schall und Rauch.

Wieder sehe ich in diesem Krieg nur noch ein perverses Verhalten, das bar jeder Vernunft und Menschlichkeit  ist. Wir Deutsche sind wieder wer und machen dabei munter mit.

Die SPD, das Letzte

Voller neoliberaler Dummschwätzer macht die SPD in den letzten Jahren kräftig Politik für die CDU und FDP, so jetzt gerade in NRW. Die kraftlose Kraft hat für eine Minderheitsregierung noch nicht mal die Rückendeckung ihrer Fraktion, sonst würde sie mit Unterstützung der „Schmuddelkinder“ von der LINKEN einen Wahlgang wagen. NRW hat fast doppelt so viel Einwohner wie Schweden, hat mehr Wähler als Griechenland oder Belgien, ist so bevölkerungsreich wie die Niederlande – jeder politische Vorgang hat nicht nur Bedeutung im Bundesland.Warum ist Frau Kraft überhaupt angetreten? Ihre Feigheit und die Uneinigkeit in der SPD führen jetzt dazu, dass Herr Rüttgers die alte Politik weiter machen und Frau Merkel ihre schönsten Gesetze durchbringen kann: Laufzeitverlängerung und das Ausplünderungsgesetz – als habe es in dem Land NRW nie eine Wahl gegeben.

Die Wähler scheinen für die SPD ein Dreck zu sein; dass sie das für die CDU-FDP ebenfalls sind, ist keine Entschuldigung. Eine Partei in der es Gruppen gibt, die alte sozialdemokratische Werte mit den Füßen treten, sollte sich nicht mehr SPD nennen dürfen. Frau Nahles als Vorzeige-Linke in der SPD? Ich habe von dieser Frau in den letzten Jahren nichts Linkes gehört. So steht es doch um diese Partei! Karrieristen bestimmen den Ton, die das Allgemeinwohl nur als Witz auffassen.
Das hat damit zu tun, dass die alten Parteien ein undemokratisches Herrschaftssystem errichtet haben, in dem korrupte Politiker als Zünglein an der Waage die Entscheidungen herbeiführen. Ich möchte eine Rückkehr unseres Staatswesens zur Demokratie und werde auch in unserem Bundesland weder CDU noch SPD wählen, zumal bei uns gerade in zwei Untersuchungsausschüssen der Wettbewerb ausgetragen wird, wer die korruptesten Mitglieder hat.

Rosstäuscher

Wer jetzt nichts anderes als Fußball im Kopf hat (siehe Werbung für Oddset), der muss logischerweise ein Vollidiot sein. Die Politik unserer ach so beliebten Kanzlerin setzt voll und erfolgreich auf dieses Prinzip.

Es wird bei der „Sparvorschlägen“ der Regierung gar nicht gespart. Die Vorschläge, die das neue Paket angeblich so „sozial ausgewogen“ machen, stellen eine absolute Verarsche dar. Sie haben nämlich genau solche Wirtschaftsbereiche gewählt, die die Kosten direkt auf Kunden abwälzen können. Man muss kein Hellseher sein um zu sagen:

Bald wird der Strom teurer,
die Ticketpreise der Bahn steigen, die Flugpreise ebenso,
unsere Waren werden wegen erhöhter Transportkosten teurer.

Basta! Spiegelfechter hat in seinem Artikel bei Heise schon darauf hingewiesen:

Stattdessen will man die Energieversorger mit einer “Kernelementeabgabe” als Gegenleistung für die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke jährlich mit 2,3 Milliarden Euro zur Kasse bitten. Das klingt erst einmal gut, doch da der deutsche Energiemarkt immer noch von den Strommonopolisten beherrscht wird, ist es naiv anzunehmen, dass diese Abgabe nicht 1:1 auf die Stromkunden umgelegt wird. Eine simple Umverteilung von der linken in die rechte Tasche stellt auch die ökologische Luftverkehrsabgabe dar, die ab nächstem Jahr eine Milliarde Euro einbringen soll. Diese Abgabe gilt für alle Flüge von deutschen Flughäfen und wird ebenfalls 1:1 auf den Verbraucher abgewälzt. Der Bürger wird auch letzten Endes die Dividendenerhöhung für den Bund bei der Deutschen Bahn AG auf 500 Millionen Euro pro Jahr über höhere Ticketpreise bezahlen.

Jetzt ist den uns Beherrschenden noch schnell einen Erweiterung der LKW-Maut eingefallen, die der Bürger über die Warenpreise bezahlt. Wenn die entsprechende Infrastruktur steht, dann wird die PKW-Maut von einem Tag auf den anderen eingeführt.

Dieses System, dazu gehören auch die SPD und die Grünen, scheint voll auf die Hirnlosigkeit der Deutschen zu setzen. Diese könnten doch einmal den Mandatsträgern der Parteien, in der Kommune bis zum Bundestagsabgeordneten, auf die Pelle rücken. Persönlich im Bürgerbüro, in Kontaktmöglichkeiten über E-Mail, Twitter, Abgeordnetenwatch und durch Beteiligung an Petitionen. Diese Leute müssen sich massenhaft belästigt fühlen, sonst treiben sie ihr Spielchen des Ausplünderns munter weiter. Man muss einmal tief Luft holen und „nein“ schreien. Vollidioten schwenken Deutschlandfahnen, im Autokorso die eigene Fahne und blasen Luft nur in Vuvuzelas.

Ich möchte Sie nur ruhig stellen

Eine Kernschmelze in Atomkraftwerken kann es aus physikalischen Gründen nicht geben, Stichwort Wirkungsquerschnitte. Diese Erkenntnis lag schon vor, bevor man Kraftwerke gebaut hat. Frau Dr. Merkel hat später auch darüber geforscht. Die Atomindustrie hat dieses Gerücht ins Publikum geworfen, weil es so gut zu widerlegen ist. Es gibt noch mehr solcher resistenten Märchen.

Etwas gefährlich ist der Zustand schon, der zur Verringerung der Trefferwahrscheinlichkeit vor der Kernschmelze führt. Der eigentliche radioaktive Prozess im Reaktor kann nicht abrupt beendet werden; die Neutronen müssen in den Absorbern eingefangen werden, sodass die Kettenreaktion eigentlich gestoppt wird, sich die Temperatur genau deshalb weiter erhöht. Können ein Teil der Absorber nicht eingebracht werden oder steht man wegen eines Fehlers in der sekundären Kühlung vor dem Limit, dann kann dieses überschritten werden. Das Material des Drucksystems kann den simplen technischen Druck nicht mehr halten. Wie früher den Arbeitern die Dampfkessel um die Ohren geflogen sind und das Kesselhaus zerstört hat, explodiert jetzt das Kraftwerk und verstreut sich und das radioaktive Material des Reaktors – nur eine Verpuffung, haha. So harmlos wie in Tschernobyl, hihihaha!

Unsere Kernkraftwerke sind absolut sicher. Zur Beruhigung der Püblikümmerer werden sie jetzt gegen Terrorismus gesichert, nur hilft das nichts gegen eine einzige Bunker brechende Bombe eines staatlichen Angreifers – nichts Atomares wohlgemerkt. So etwas hat heutzutage jeder Staat, der was auf sich hält. Jetzt kommen Sie mir aber nicht mit einer Bedrohung aus dem Iran, so genau treffen Raketen immer noch nicht. Aber die kleinen Space-Shuttles können eine solche Fracht innerhalb 15 Minuten in Ziel bringen und was das Leckerste ist: nicht ballistisch. Tschernobyl ist weit, aber nicht nur Cattenom, sondern jedes deutsche Kernkraftwerk ist wohl näher. Mich persönlich ängstigt das nicht, denn ich vertraue auf die Friedenspolitik unserer Regierung und Gott. Auf den letzteren setze ich aber weniger Hoffnungen, weil die Panzer segnenden Kirchen bei der Vermittlung stören.

Ich sehe aber bei der Entsorgung das Problem. Ganz ergebnisoffen hat Herr Röttgen in Gorleben schon die Bohrmaschinen montieren lassen, die hoch radioaktiven Abfall in der Tiefe in noch tiefere Löcher werfen lassen – unwiederbringlich, sodass nicht so etwas wie in der Asse passiert. Das sind für ihn wohl so etwas wie Maschinen, die beim Brückenbau verwendet werden. Nun gut, die Dinosaurier sind auch ausgestorben – trauert denen jemand nach? Ich denke auch, dass da nichts in den nächsten 50 Jahren passiert und dann klappere ich auch nicht mehr mit meinem Gebiss.

Sie sehen also: alles ist gut!!!!!!

Was ist mit dem Heu

Ich schaue gerade Anne Will und langweile mich deshalb sehr. Ich finde es aber super, dass es heute endlich geregnet hat und hoffe, dass alle Bauern das in den letzten Tagen gemähte  Heu auch eingebracht haben. Das Wetter war aber angekündigt, aber seit Kachelmann weg ist, ist das auch nicht mehr was es war.

Wulff tanzt auf jeder Hochzeit

Als ich das im Stern-Online las, da war ich entsetzt: unser zukünftiger Bundespräsident wird von Einer bestimmt, Frau Merkel, von Westerwelle und Seehofer abgesegnet und ist schon Kandidat. So etwas nenne ich einen flotten Dreier – neeh war nur ein Schäärz. Da sind wir nicht mehr weit von der Weimarer Republik entfernt, in der sich Hitler selbst zum Reichspräsidenten ernannte. Wenn wir noch ein paar Notstands- und Ermächtigungsgesetze bekommen, sollte das in Zukunft schon noch klappen; sagen wir mal, wenn Herr Mißfelder Bundeskanzler ist. Entschuldigen Sie, wenn ich in Versuchung bin, ausfällig zu werden. Deshalb sage ich ganz artig: die hochbegabten, wirtschaftlich unabhängigen und politisch gebildeten Wahlleute von CDU/CSU/FDP dürfen nun Herrn Wulff beruhigt „wählen“, die Dreifaltigkeit hat es so bestimmt. Entschuldigen Sie wieder, die Anführungszeichen konnte ich mir nicht verkneifen. Wie auch immer, das nenne ich mir direkte Demokratie, genauso meint es unserer Verfassung.

Herr Wulff ist ja eine ganz ehrliche Haut und voll den neuen christlichen Werten verpflichted. Damals in seiner Heimatpfarrei St. Marien war man ja entsetzt, dass der bekennende Christ – jeden Sonntag war der sicher mit seiner Frau in der Messe – sich nach 18 Ehejahren für eine 13 Jahr Jüngere scheiden ließ und die auch heiratete. Dem armen Mann blieb ja nichts anderes übrig, als zu den Evangelikalen zu gehen, das sind die Fundamentalisten der evangelischen Kirche, die ihr Weltbild aus der irrtumsfreien Bibel beziehen. Das stimmt übrigens nicht ganz, denn die Fundamentalisten haben die Evangelikalen ausgestoßen, weil sie einen „Kompromiss mit den verderblichen Kräften des Modernismus“ eingegangen seien. Ich denke ja auch, dass man eventuell die Meinung vertreten könnte, dass die Erde vor 4200 Jahren so richtig geschaffen wurde – so aus dem Nichts und dann ging es schnell mit Lehm und Rippen weiter. Diese Leute haben sehr viel Ahnung von Atomenergie und können Ihnen ganze Vorträge halten über die Fehler bei der Kalium-Argon- oder Uran-Blei-Methode. Die haben ein klares Weltbild.

Sie erkennen also, ich kann Billigflieger Wulff ebenso gut leiden wie den lieben Herrn Köhler.

PS : Ich bemerke gerade bei meiner  Morgenlektüre im Internet, dass unsere unfreie Presse den Auftrag erhalten hat, den Deutschen den Wulff schön zu schreiben. Wenn ich das oder das und auch das unter der Rubrik “Politik” finde, wird mir nur übel. Nach Schröder habe ich geglaubt, dass uns die Politik mit weiteren hannoveraner Mausbären verschont. Pfui, schon wieder bin ich ausfällig geworden – ‘schuldigung.

Das ist Würde: habemus candidati

Nun haben wir den Kandidaten der CDU – den Billigflieger Wulff. Da hat sich Spiegelfechter als Blogger wohl durchgesetzt, er hat einer speziellen Kandidatin schon auf Telepolis einige Sätze gewidmet. Wie beim Wetter kann man aber vorhersehen: mit gelegentlichen Gegenkandidaten ist zu rechnen; der bei der Gauck-Behörde das DDR-Unrecht noch objektiv aufgearbeitet hat ist der Gegenkandidat. Ob “Sonstige” wie die NPD einen Kandidaten stellen ist unklar, die wählen dann sicher Herrn Wulff. Unsere Zeitverschwender von den Fernsehanstalten haben schon die Masse an Sondersendungen angekündigt.

Unsere Bundestagsabgeordneten müssen ja wählen und ansonsten werden aus den Landtagen die Besten der Besten Deutschlands zur Bundesversammlung ausgesucht. Das werden jedoch fast ausschließlich Parteifunktionäre sein, die durch die verliehenen Pfründe ihrer Partei zu besonderer Anhänglichkeit verpflichtet sind. In den letzten Jahren haben die Parteien, insbesondere die SPD, ganz schlechte Erfahrungen mit unabhängigen Bürgern gemacht, die auch so gehandelt haben. So ist es wieder nichts mit den Besten der Besten und auch das Volk bleibt bei der Entscheidung außen vor.

Aber unsere Qualitätspresse wird die Wahl publizistisch vorbereiten, mit der Absicht Seiten und Sendezeiten von wesentlichen Meldungen frei zu halten. Ich sehe wieder die Diagramme mit den kleinen Männchen in der Torte, um über die satte Mehrheit in der Bundesversammlung für CDU-FDP auf zu klären. Ich sehe aber auch die Balken, die oft zur Erhöhung der Spannung während der Darstellung hoch wachsen, und Umfrageergebnisse wiedergeben zur entscheidenden Frage: wie würden Sie, die Bürger entscheiden. Ääh, die Bürgerinnen und Bürger haben da gar nichts zu entscheiden, eine solche Frage ist journalistischer Dünnpfiff.

Seitdem Herr Lammert bei der letzten Wahl wegen des mangelnden Einsatzes unserer Öffentlich-Rechtlichen gerumpelt und gestilzt hat, werden die in voller Länge diese hoch spannende, vorentschiedene Wahl übertragen. Ich finde das auch eine ganz würdige Angelegenheit, denn man sieht jedes mal, wie ein Teil unserer Demokratie zu Grabe getragen wird.

So freue ich mich auf die Wahl unseres Bundespräsidenten, der repräsentiert sicher die Würde dieses Staates und ist ein Symbol für den Zustand unserer Demokratie. Am 30. Juni habe ich leider einen langen Termin, sodass ich diese Wahl nicht mit verfolgen kann; das wird jedoch nichts machen, es wird bis zu einer Woche später sicherlich noch genug Sondersendungen und Diskussionsrunden geben, bei denen über die bedeutungslosen Bedeutung dieser Wahlentscheidung diskutiert wird.

Das ist gaanz gaaanz wichtig, mein Kind

Ich fand es sehr putzig, als Herr Lammert den Wahltermin 30. Juni 2010 verkündete. Der hat ja so viel bedacht und die Prioritäten sehr wohl im Auge gehabt: zuerst kommt das Allerwichtigste, die Spiel der Fußball WM, dann wollte der gute Mann den Damen und Herren nichts von ihrer Zeit im Wahlkreis rauben, also Termin mitten in der Sitzungswoche, und unter Berücksichtigung der Termine der Bundeskanzlerin war das Datum für diese Nebensächlichkeit auch klar.

Jetzt sitzt die kleine Gruppe von Leuten, die uns aktuell beherrschen, ganz geheim zusammen – nur Frau von der Leyen sagt manchmal tscht. Mit einigen großen Landespolitiker der Koalitionsparteien wird ebenfalls telefoniert, ob sie ihre Fraktionen auch völlig unter Gewissenszwang haben. Am Ende entscheiden sie gemeinsam nach dem Peter-Prinzip. Es gibt aber vielleicht noch andere Auswahlkriterien: man sucht einen, der so viel Dreck am Stecken hat, dass er richtig schön erpressbar ist. Wir, das Volk, bleiben außen vor, und können uns wie die Bediensteten der Fürsten am Glanz der Fenster erfreuen.

Für diesen Glanz sorgt schon unsere Presse mit ihrer Hofberichterstattung. Ohne irgend etwas recherchiert zu haben bringt sie tagelang Vermutungen und Gerüchte. Das hat einen gewissen Unterhaltungswert, trägt nicht auf, füllt die Seiten oder neben den Börsenkursen auch die Nachrichten; Hauptsache man kann wichtige Meldungen unterschlagen. Das mit dem weißen Rauch sollte man auch für diese Kür einführen und Merkel würde aus dem dritten Stock voller christlicher Gestik und sicherem Antitranspirant verkünden, was jedermann schon über twitter erfahren hat: habemus candidata/candidatus. Alle würden dann auch wissen, dass das einzige Kriterien der Auswahl die göttliche Eingebung war.

Meine Meinungsfreiheit

Ich mache jeden Tag neue Erfahrungen, dafür bin ich sehr dankbar. Den Präsidenten des Iran Herrn Ahmadinedschad zu beschimpfen, ist in Kommentaren durchaus möglich und wird auch unbehelligt von jeder Redaktion durch gewunken. Ich habe da schon Nettigkeiten gelesen wie Satan, Kasper, Arschmadeny oder besonders treffend Pinselohraffe. Ja, das saß!

Versuchen Sie aber mal in der ARD folgenden Kommentar unter zu bringen:

Unter dieser Regierung mit Kriminellen hat sich Israel zu einem Schurkenstaat entwickelt. Auf die Dauer kann sich die Staatengemeinschaft ein solches Krebsgeschwür nicht leisten. Diese Regierung muss von den Seiten der Geschichte verschwinden.

Der letzte Teilsatz ähnelt ein wenig einem Zitat von Chomeini. Da werden Sie aber an die Grenzen Ihrer Meinungsfreiheit stoßen, so etwas darf den deutschen Bürgern nicht vorgesetzt werden. Gestrichen, hat der Zensor also gesagt!

Pressekonferenz 12.15 Uhr

In Bezug auf meinen Satirebeitrag in diesem Blog noch dieser Nachtrag:

Pressekonferenz mit Inge Höger und Annette Groth heute um 12:15 Uhr im Reichstag

Das sind zwei von den drei Bundestagsabgeordneten, die sich auf der Mavi Marmara befanden. Pressekonferenzen aus dem Bundestag werden meist von Phönix übertragen. Könnte interessant sein und wenn man gerade Mittagspause hat …

Natopartner Türkei

Hijajeijajei, da greift die israelische Armee in internationalen Gewässern ein Handelsschiff eines Nato-Mitglieds an und erschießt Menschen. Na klar, diese „angeblichen Friedensaktivisten“ (Originalton Mittagsmagazin ) waren Hamaskämpfer, AlKaida-Aktivisten und sonstiges Gesindel wie die von der LINKEN und PAX CHRISTI. Unsere liebe Frau mit der übergroßen Liebe zu Israel wird es mit Wohlgefallen gesehen haben – vielleicht hat unsere tapfere Marine auch noch zugesehen. Die Ermordeten waren überwiegend Türken, muss nun die Bundesrepublik der Türkei den Krieg erklären? Nach Herrn Kauder ist nämlich jeder Angriff auf Israel auch ein Angriff auf Deutschland. Verflixtverflixt!

Ach wie schön ist es, wie sich unsere freie Presse aktuell windet. Anscheinend hat man sich jetzt auf folgendes geeinigt: nicht die Staatspiraten haben angegriffen, sondern die 700 Passagiere der Free-Gaza-Flottille hätten die Besatzung der Schnellboote und die Hubschrauber auf ihre Schiffe gezwungen, um sie dort zu verprügeln oder gar auf sie zu schießen. Sogar einen der schwarz vermummte Kampfsoldaten haben sie über Bord geworfen. Das ist doch ein Verbrechen; die lieben Israelis haben doch per Funk vorher angekündigt, dass sie gern mitfahren würden. Über das Ziel hätte man doch reden können.

Unsere liebe Kanzlerin hat ein ganz strenges Gesicht gemacht, verlangt eine Untersuchung und ist sicher auch bereit, alle beteiligten „Friedensaktivisten“ vor ein deutsches Gericht zu stellen. Die Anklage kann ja unsere Generalbundesanwältin Frau Harms übernehmen. Findet dann der Prozess noch in Düsseldorf vor dem Richter Ottmar Breidling statt, dann werden die alle verknackt. Es ist in Erwägung zu ziehen, den tapferen , israelischen Verteidigern einen Verdienstorden der Bundeswehr zu überreichen.

Die Worte unseres Bundespräsidenten

Es geht um diese Äußerung unseres Bundespräsidenten, dem höchsten Mann in unserem Staat, bei der er frank und frei zur Diskussion stellt, dass Deutschland in Zukunft nicht nur zur territorialen Verteidigung Kriege führt, sondern auch aus Wirtschaftsinteressen Menschen getötet werden können:

Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ, bei uns durch Handel Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern. Alles das soll diskutiert werden, und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.

Typisch, wie Schäuble will der gute Mann den Verfassungsbruch erst mal diskutieren. Die Zustimmung bei CDU und FDP war groß, die Abgeordneten dieser Fraktionen lieben es, wenn Menschen getötet werden. Die restlichen Parteien waren empört, insbesondere die Schleimer von der SPD. Dabei ist dieser Auftrag für die Bundeswehr schon alt, denn 2006 hieß es schon im Weißbuch:

Von strategischer Bedeutung für die Zukunft Deutschlands und Europas ist eine sichere, nachhaltige und wettbewerbsfähige Energieversorgung.

Sicher: ist doch klar! Nachhaltig: in großen Mengen, dass es unserer Großindustrie an nichts mangelt und wir nicht auf regenerative Energien angewiesen sind. Wettbewerbsfähig: mit anderen Worten, billig. Dabei ist es doch zweitrangig, wie die Umwelt der Förderländer aussieht.

Das hat die SPD und CDU im Weißbuch 2006 unserer tapferen, kämpfenden Armee durch gehen lassen. Nicht in einem Finanz- oder Wirtschaftsbericht, sondern als Aufgabenstellung für unsere Bundeswehr. Da stehen noch genauere Angaben drin, wo die Bundeswehr ihre Betätigungsfelder in Zukunft haben soll: der Südkaukasus und Zentralasien werden mehrfach erwähnt, aber auch Afrika, selbst der Mittelmeerraum wird nicht ausgeschlossen. Hoppla, da sind wir doch schon überall. Frau Merkel ist die Herausgeberin des Buches, zeichnet mit Herrn Jung dafür verantwortlich und beide haben auch hübsche Vorworte geschrieben.Der Bundestag hat dieses Buch zur Kenntnis nehmen dürfen, eine Debatte schien den Abnickern von CDU und SPD nicht für nötig, ein Antrag der FDP wurde damals abgelehnt.

Der erste Krieg in Zentralasien, der in Afghanistan, wird ganz klar um wirtschaftliche Interessen geführt; es geht um strategischen Geländegewinn. Gegen Iran, später gegen Russland und China. Deutschland wird sich am Irankrieg um Öl nicht direkt beteiligen, sondern den US auf allen potentiellen Kriegsschauplätzen den Rücken freihalten. Im Mittelmeer gilt es Syrien und den Libanon klein zu halten, den persischen Golf zu sichern und in Somalia und Jemen wird gemordet um die Beute auch durch die Straße von Hormuz abtransportieren zu können. Die Frau mit dem Blut an den Händen, Frau Merkel, wird immer sagen können, dass wir keinen Angriffskrieg führen.

Der zweite große Witz ist aber die Veröffentlichung dieses Interviews. Am Samstag, den 22.5.10 wurde es beim Rückflug Köhlers aufgenommen und direkt gesendet. Das Deutschlandradio stellt diese Beiträge anschließend als Tondokumente und in einer Textfassung zur Verfügung. Während dieser Bearbeitung wurde obige Passage leider gelöscht und erschien auch nicht in der Textfassung.Sie war wohl unserer Pressefreiheit zum Opfer gefallen. Bei den Verteidigern unserer Demokratie im Internet, anderswo werden solche Leute auch Dissidenten genannt, kursierten jedoch selbst aufgenommene Mitschnitte der Sendung und es lagen auch Textfassungen vor. Diese Leute sagten auch klar, was Sache ist: das ist Zensur. Am Donnerstag , den 27.5.10, sahen sich die Qualitätsjournalisten vom Deutschlandradio veranlasst, die volle Fassung ins Netz zu stellen; ich höre sie vor meinem geistigen Ohr noch pfeifen und sagen: isss was?

Wenn die Politiker aus dem rechten Sumpf jetzt ständig behaupten: das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein, dann geht es ihnen um die totale Kontrolle des Internets. Keiner darf solche Interviews in Zukunft aufzeichnen und dann ins Internet setzen – Copyright-Verletzung. Keiner darf als Gast in eine Parteiveranstaltung mit einem Abgeordneten gehen, der schon mal zu Fremdenhass und Sozialneid auf ruft, und dort die Reden aufzeichnen – Recht am eigenen Wort. Die Bürger sollen nur die Sendungen der Öffentlich- Rechtlichen und die Sendern der Bertelsmann- und Springer- Gruppe verfolgen und alles als Wahrheit fressen, was ihnen dort vor gesetzt wird. Dann sind wir nach den Worten unseres Bundespräsidenten auch auf einem guten Weg, dem Weg in den Militarismus.

Die Bösen und die Guten

Den Mahmud Ahmadinedschad kennen Sie doch sicher. Der provozierte doch neulich den Eklat mit der Hass-Rede vor der UN, hat immer einen schiefen Mund und ist ansonsten so etwas von kriegslüstern. Schon seit Jahren muss ihn die deutsche Presse einfach immer so darstellen. Einig ist sich unser Qualitätsjournalismus auch, dass sein Regime von den Seiten der Geschichte zu tilgen ist – notfalls muss man das Land in die Steinzeit zurück bomben.

Einige Freunde hat der Iran schon, aber die fünf Freunde der „Staatengemeinschaft“ können ihn nicht leiden. Die finden Brasilien aber ganz toll, für Deutschland ist dieses Land sogar ein besonderer Partner. Ob Brasilien ein Freund des Irans ist, kann ich nicht sagen; einige gemeinsame Interessen scheinen beide Länder schon zu haben. Deshalb glaube ich auch nicht, dass die USA Brasilien so weit erpressen kann, dass das Land als nicht ständiges Mitglied des Weltsicherheitsrates Sanktionen gegen den Iran zustimmen wird – ein Vetorecht hat Brasilien nicht. Viel Vergnügen bei der Lektüre des letzten Link-Inhalts.

Mixa nicht nur ein Bischof auch ein Mensch

Ich habe heute die um 19.00 ausgesendete Nachrichten gesehen und dabei auch die Meldung über MIxa verfolgt. Bei dem Video zu Mixa habe ich mich schon amüsiert, von 0:43 bis 1:40 taucht Superman auf. Ich habe daraus meine Schlüsse gezogen, das war wahrscheinlich das Double,  eigentlich der Ghost von Mixa, denn Mixa traue ich so was in seinem Alter nicht mehr zu .

PS: Mein Browser meldet aktuell Schwierigkeiten der Übertragung. Es gibt keine Zensur in unserem Land, aber aktuell ist ein Problem bei der Übertragung aufgetreten.

PSS: Es gibt überhaupt keine Zensur, aber unter obigem Link bekommen Sie jetzt nur einen ganz anderen Beitrag vermittelt. Aber bitte, Augsburger Polizei, verhaften sie Superman, er ist der Schwängerer von kleinen Jungs, von Witwen und Waisen.

Hässlich und schändlich

Die Rede des iranischen Präsident Ahmadinedschad vor der Uno war es der deutschen Qualitätspresse nicht wert, um im Original verbreitet zu werden. Dem Chefredakteur des Trierischen Volksfreund wird sie wohl als „übermäßig kritisch” erschienen sein, in dieser Zeitung wurde sie noch nicht mal erwähnt.

Mir hat diese Rede sehr gut gefallen, weil hier die Wahrheit ausgesprochen werden. Falls Sie etwas Zeit haben, ich habe die Seiten von IRIB mit den Teiltexten verlinkt.

Teil1 Teil2 Teil3

Das kindische Benehmen der fünf Länder, die ihre Delegationen im Gänsemarsch herauseilen ließen, zeigt die Lächerlichkeit so mancher Politik und war der einzige Eklat – nicht die Rede selber. Wenn es nicht so ernst wäre, die Hassrede von Frau Clinton zeigte es anschließend, könnte man dazu schmunzeln, wie isoliert die USA inzwischen sind.

Dem TV war es aber sehr wichtig mitzuteilen, dass die lieben und guten US-Amerikaner die Anzahl der Gefechtköpfe mitteilten: genau 5113, nicht 5112, nicht 5114. In einer Meldung des ORF sagt man das etwas genauer:

Wie das Pentagon mitteilte, verfügen die USA über 5.113 atomare Gefechtsköpfe. Nach Schätzung der Federation of American Scientists (FAS) sind es dagegen mehr als 9.400, von denen 2.700 einsatzbereit sein sollen. Von den weltweit geschätzten insgesamt 23.300 sind demnach rund 8.200 einsatzbereit.

Einfach cool, so ein tausendfacher Overkill! Die Amis arbeiten ja auch an etwas verkleinerten Space Shuttles, die mehrfach im Orbit platziert werden. Der liebe und gute Ronald Reagan hat das angefangen, unter Bush wurde es wiederbelebt und  unser jüngster Friedensnobelpreisträger  förciert das.  Ja, die USA, die dürfen das alles, denn es gibt viele Götter: den christlichen Gott, den Gott der Muslime, der aber keiner ist, und die Amerikaner. Man kann nur hoffen, dass die Hybris denen mal im Hals stecken bleibt.

Es stehen noch Tausende von Sprengköpfen zu „Verschrottung” an. Nur geht das bei radioaktivem Material nicht, auch eine Wiederaufbereitung ist keine Beseitigung des Materials. Da haben sich die Amis aber was ganz Nettes einfallen lassen: man entnehme das Plutonium der Bomben , packe es mit U238 zusammen in Brennstäbe, da wird dann gebrütet, und die verleiht man dann an andere Länder. Zuvor muss man nur den anderen Ländern die friedliche Nutzung der Kernenergie auf eigene Rechnung verbieten.

Da schließt sich dann wieder der Kreis und wir sind dank des deutschen Qualitätsjournalismus bestens informiert und wissen: die Amis sind die Guten, nein die Besten der Besten.

PS: In der Badischen Zeitung konnte man den Text der Schmährede finden – Entschuldigung.

Sie sollten sich auch einmal den heutigen Beitrag bei der Luftpost Kaiserslautern anschauen, nettes Quiz über den Iran. Besonders erstaunt hat mich die Tatsache, dass im Iran die Frauen 60% der Studentenschaft stellen; da können sich so Mittelalterstaaten wie Saudi-Arabien wohl was abschauen. Dort dürfen Frauen noch nicht einmal Auto fahren. Dort steht übrigens auch der Redetext.

Sparkassenkunden sind empört

Was soll denn die Verärgerung über die Erhöhung der Kontoführungsgebühr bei der Sparkasse Trier?

Auch diese Kasse hat erhöhte Ausgaben für die Vergütungen ihres Vorstandes und des Aufsichtsrates; an der Tarifvereinbarung mit 2,5% Erhöhung für gewöhnliche Angestellte kann es wohl nicht liegen. Das kann man nicht alles durch weitere Schließungen von Filialen und die Abschaffung des Sparkassenbusses herausholen. Zwar ist auch der Abstand zwischen Habenzinsen und Sollzinsen stark erhöht, aber wenn die jungen Bankmanager in naher Vergangenheit ein riskanteres Geschäftsmodell gefahren waren, dann ist einiges auf zu holen.

Die Sparkasse will sicher auch ihr Kundenprofil verbessern, weg vom kleinen Privatkunden hin zum profitablen Geschäftkunden. Mit einem Wechsel der Bank werde ich ihr sicher einen Gefallen tun. Nach dem Erhalt des Briefes verging bei mir nur ein Wochenende und ich habe bei einer volksnahen Bank meinen Kontowechsel eingeleitet. Die boten mir einen netten Wechselservice und der Anteil an der Bank soll mir sogar Dividenden bringen. Die Sparkasse Trier weiß noch nichts von dem Wechsel, aber nach einem halben Jahr (wegen Abbuchungserlaubnissen und Daueraufträgen) werde ich in aller Ruhe mit zweimonatiger Kündigungsfrist das Konto auflösen.

Ein bisschen habe ich mich auch geärgert; da ich nun gerade beim Wechsel bin, werde ich auch mein Festgeld besser anlegen.

Feige und perfide

Eine Folge von Demenz ist Apathie. Die CIA bescheinigt den Deutschen Apathie bezüglich des Afghanistankriegs, sogar die Tagesschau hat es am Sonntag gebracht. Besonders fein ist, dass sich die Amis anscheinend voll auf die deutsche Presse verlassen können. Das nenne ich mir gutes Marketing.

Unsere Soldaten kämpfen gerne in Afghanistan; nur dort kann sich ein richtiger Mann im direkten Duell gegen den feigen, perfiden Gegner beweisen.  Wenn sie erst die zwei von von und zu Guttenberg zugesagten Panzerhaubitzen haben, dann können sie den Terror treffsicher in bis zu  40 km Entfernung bekämpfen. Die Eagles IV der Rüstungsfirma Mowag machen unsere Soldatinnen und Soldaten unangreifbar. Unsere glorreiche Truppe wird bald über mehr israelische Drohnen verfügen; die tapferen Helden werden in sicheren Bunkern in bequemen Ledersesseln diese Dinger in zehn Kilometern Höhe mit Joysticks navigieren können. Im Herbst sollen amerikanische Drohnen hinzukommen, die die bekannten 500-kg- Bomben tragen können. Unsere Elite von der Luftwaffe fliegt schon jetzt erfolgreiche Angriffe mit der englischen RAF

Mit immer mehr Waffen können die Soldatinnen und Soldaten die Feldlager öfter verlassen und noch besser an dem Aufbau Afghanistans arbeiten. Mit den Verbündeten können sie sich an deren Erfolgen beteiligen: bei der Emanzipation von Frauen, der Verbesserung des Bildungssystems für die jungen Leute , besonders für die Mädchen, und beim allgemeinen Kontakt zur Bevölkerung.  Unsere Presse wird nicht müde werden, mit Worten und Bildern den großen Befreiungskrieg zu zeigen.

Wenn unsere Kanzlerin den Sinn des umgangsprachlichen Krieges am Donnerstag wieder erklärt hat, dann werden die Deutschen ihre Schuld einsehen, jemals Zweifel an diesem Einsatz gehabt zu haben. Unbelehrbare, die unserer Truppe in den Rücken fallen, sollten wegen Wehrkraftzersetzung angeklagt werden. Unsere Mädels und Jungs im Feld haben das Vertrauen der Kanzlerin Merkel, der mächtigsten Frau der Welt, und vor allem unserer Volksvertreter. Die Volksvertreter im Bundestag haben den Wehretat etwas verkleinert – aber keine Angst, dafür werden aus anderen Etats Gelder abgezweigt.

Alle Deutschen sollten unser Truppe unterstützen; wir brauchen eine Armee für die präventive, erweiterte  Landesverteidigung. Zudem sollte man auch einmal den Beitrag der Bundeswehr zur Psychohygiene von Menschen mit latenten Hang zum Morden hervorheben. Unseren Soldatinnen und sollten wir dankbar sein, denn sie tun das, was man ihnen beigebracht hat: sie töten auf Befehl, emotionslos, ohne nach zu denken, professionell alles im Rahmen des Internationalen Völkerrechts. Aus Afghanistan werden Frauen und Männer zurückkommen, die auch im Inneren unser demokratischen Verfassungsrepublik hervorragend einsetzbar sind.Unterstützen Sie bei jeder Wahl die Parteien, die diesen gerechten Krieg mit tragen. Insbesondere unsere sympathische Kanzler Merkel (CDU) steht für diesen christlichen Wert. Damit Sie auch weiterhin in Sicherheit Ihren Rasen mähen können.

Kriegstreiber 4

Ach, was für eine herrliche Nation, die USA. Ich hing spät in der Nacht für die Mondlandung vor dem Fernseher. Der technologische Vorsprung dieser Nation hat mich neben den Naturschönheiten Kanadas und Australiens zum Auswandern angeregt. Ich war ein USA-Fan! Deutschland hat sich in 12 Jahren, die tausend Jahre sein sollten, in einen Mörderstaat verwandelt. Die USA beschreiten einen durchaus vergleichbarenWeg;  Folter und Kriegsverbrechen, Missachtung des Völkerrechts, keine Verfolgung solcher Straftaten in den USA, das ist dieses Land heute. Wer einen solchen „Freund” hat, braucht keine Feinde und zieht diese regelrecht an.

Die größten Kriegstreiber der Jetztzeit sind leider die USA-Amerikaner. Die haben ja auch keinen Verteidigungsminister sondern einen Kriegsminister. Von wegen Friedensnobelpreisträger als Präsidenten, da scheint mir eher ein „Sponsoring” des Nobelpreiskomitees vor zu liegen. Wie sein Vorgänger rüstet dieser immer flotter auf. 45% aller Rüstungsausgaben der Welt machen die USA, nimmt man alle Soldaten, Reservisten und die National Guard zusammen, so haben die USA ca. 2,8 Mio. Menschen unter Waffen. Zudem haben die USA eine ganz üble Angewohnheit: sie kündigen sie einschränkende Verträge einseitig und an sonstige Vereinbarungen halten sie sich auch nicht. Aktuelle Abrüstungsgespräche sind in ihrer Absicht mehr als zweifelhaft. Atomar rüsten die USA aktuell nicht ab, sondern zu effektiveren Systemen um; es ist nichts mit dem wirklichen Rückzug von Atomwaffen aus Europa und einer atomwaffenfreien Welt.

Die Erziehung der US-amerikanischen Kinder und Jugendlichen hat an Indoktrination den Vergleich mit ehemals kommunistischen Staaten und China nicht zu scheuen. Die „Yes Sir”- Mentalität ist das Resultat. Die Haltung eines US-Bürgers ist von falschem Nationalstolz und Überheblichkeit geprägt. „Bescheiden” wie dieses Volk ist, verfolgt es unbeirrt den Weg zur Weltherrschaft – ein Herrenvolk mit einem gottähnlichen Präsidenten und die Neonazis tummeln sich dort auch..  Der Einfluss ist jedoch geschwunden, die armseligen Reisen einer Frau Clinton sprechen Bände. Dennoch: 400 Millionen Dollar setzen die USA zur Destabilisierung des Iran durch Propaganda und Korruption ein. Dabei ist dieses Land pleite, kann keine Kriege mehr finanzieren. In Nibelungentreue stehen Merkels Deutschland und Transatlantiker dieser zweifelhaften Nation zur Seite, in der Hoffnung, dass bei der anschließenden Plünderung dieser Entwicklungsländer für die deutsche Industrie auch etwas abfällt.

Das Schema, unterlegene Gegner anzugreifen zieht sich durch die gesamte US-amerikanische Geschichte. Heute mangelt es aber an Geld und was soll nun die Lösung sein? Die von den USA unterworfenen Länder werden wie zu Cäsars Zeiten (DE BELLO GALLICO) zu Tributzahlungen und zum Stellen von Hilfstruppen gezwungen. Wenn Sie sich einmal über das Selbstverständnis eines wahren US-Amerikaners informieren wollen, dann lesen Sie diese Rede eines Herrn R. Gates, eines alten CIA-Kämpen. Lauter interessante Sätze, aber dieser Abschnitt hat mir besonders gefallen:

Die Entmilitarisierung Europas hat dazu geführt, dass große Teile der Öffentlichkeit und der politischen Klasse das Militär und die damit verbundene Risiken ablehnen; der am Ende des 20. Jahrhunderts erreichte Frieden ist ein Hindernis für wirkliche Sicherheit und anhaltenden Frieden im 21. Jahrhundert. Tatsächliche oder vermutete Schwäche kann nicht nur zu Fehleinschätzungen führen und Angreifer anlocken, die daraus resultierenden Finanzierungsdefizite und Versäumnisse bei der Modernisierung der Streitkräfte erschweren auch das gemeinsame Kämpfen und das kollektive Vorg/ehen gegen Bedrohungen.

Ich sage es mal kürzer für Mitglieder der Klasse der Untertanen: die europäischen Weicheier sind ernsthafte Hindernisse für unseren Endsieg. Geil! Der erreichte Frieden ist ein Hindernis für wirkliche Sicherheit und anhaltenden Frieden – saugeil!

Für Frau Merkel zum Mitschreiben dann noch die Liste unserer hiermit befohlenen Neuanschaffung für unsere Landesverteidigung und Küstenschutz:

So wissen wir zum Beispiel seit Jahren, dass die NATO mehr Transportflugzeuge und mehr Hubschrauber aller Typen braucht – und trotzdem wurden sie noch nicht beschafft. Ihr Fehlen wirkt sich sehr nachteilig auf die Operationen in Afghanistan aus. Außerdem braucht die NATO mehr Tankflugzeuge und mehr Flugkörper zur laufenden Aufklärung, Überwachung und Erkundung des Schlachtfeldes.

Das kann aber nur zur Erinnerung gemeint sein, dass es flotter geht, denn Frau Merkel war schon längst ganz brav. Aber klar ist doch, dass die Europäer schuld an der möglichen Niederlage in Afghanistan sind. Die sechzig A400M für neun Milliarden sind schon bestellt, müssen nur noch bezahlt werden. Fehlen noch die Hubschrauber (schon für 31,3 Milliarden bestellt), die Tankflugzeuge und die Drohnen (Schnäppchen aus Israel, für Deutschland vielleicht zum doppeltem Preis: 165 Millionen für 5 Stück). Wir Steuerzahler werden alles mit großer Freude für unsere tapferen Soldatinnen und Soldaten anschaffen, um die Anforderungen der Siegermacht USA zu erfüllen. Mit immer mehr deutschen Truppen liefert unsere Regierung zudem deutsches Blut für Amerikas globale Schlachtfelder. Damit der Ausverkauf Deutschlands ungehindert weiter gehen kann, sollten Sie auch immer wieder CDU, SPD, FDP und Grüne wählen – sie alle haben eine seltsame Auffassung davon, wie man Schaden vom deutschen Volke wenden kann..

Kriegstreiber 3

Herr Jung war noch der festen Überzeugung, dass es sie gar nicht gab. Dann riet ihm sein Gewissen zu melden, dass es ganz wenige waren. Seine Nachfolger, der schöne Karl-Theodor legte noch ein paar mehr drauf, ließ aber heftig darüber streiten, wie viel beteiligte und unbeteiligte Tote es dort gab. Dabei brauchte man sich nach deren Selbstverständnis doch gar nicht für die präventiv Zerbombten zu schämen, die beteiligten Soldaten sind doch Helden. Wie man später erfuhr, fand der verantwortliche Oberst auch Richtschnur und Bestätigung in seinem christlichen Glauben.

Die Linken im Bundestag haben jedem Toten einen Namen gegeben; das finde ich ehrenvoll. Tote als Menschen zu betrachten und nicht nur als Taliban oder Afghanen, das ist ein Ausbruch aus der Sphäre des Hasses und der Missachtung für Gegner. Aber das ist ganz gegen die Geschäftsordnung und wird noch Folgen haben. Der Ausschluss folgte auch prompt, so wie es schon früher im Reichstag üblich war; vielleicht nach einer kleinen Geschichtsstunde blieben die Linken von der Abstimmung nicht ausgeschlossen. Dabei ist es doch so praktisch, dass jeder Tote jetzt einen Namen hat. Mathematisch ist damit eine eineindeutige Zuordnung möglich; wenn man die Namen zählt, dann hat man auch die Anzahl der Toten und man könnte eine Liste machen – das liegt uns Deutschen doch, wie die Geschichte beweist.

Der Rest des Bundestages hat mit Mehrheit für die Entsendung von 5350 Frauen und Männern nach Afghanistan gestimmt. Seit Anfang 2008 ist unsere Bundeswehr kein bewaffnetes THW, das sich nur verteidigt, sondern hat einen klaren Kampfauftrag. Jedem zustimmenden Abgeordneten ist klar, das das gezielte Töten jedweden Gegners der Auftrag ist; sie heißen dann alle Taliban und schon der Verdacht genügt, um jeden Afghanen präventiv zu liquidieren. Dazu wurde abgestimmt. Auch unsere Wahlkreisabgeordneten Kaster (CDU) und Nink (SPD) folgten ihrem humanistischen Gewissen und stimmten für die 5350 Soldatinnen und Soldaten. Deren Tod und auch den vieler unbeteiligter afghanischer Männer, Frauen und Kinder nahmen sie billigend in Kauf. Diese beiden Abgeordneten haben zugestimmt, dass vielleicht wie 2009 über 153 Kinder durch Bomben zerfetzt oder bei nächtlichen Razzien erschossen werden. Dass die Mehrheit der Deutschen gegen diesen Einsatz ist, das stört doch einen Volksvertreter nicht.

Über was brauchten sich unsere Volksvertreter ebenfalls keine Gedanken zu machen? Hinzu kommen nämlich noch 200 deutsche Polizisten, die für die Ausbildung der afghanischen Polizei zuständig sind. Eigentlich eine Sache der Länder, deren Personaldecke bei der Polizei für ihre Bundesländer sehr eng ist. Über etwas anderes haben unsere Abgeordneten schon letztes Jahr kurz vor Weihnachten abgestimmt; Herr Nink (SPD) stimmte dagegen, aber Herr Kaster (CDU) mit seinem ausgeprägten christlichen Menschenbild will auf dieses wunderbare Instrument nicht missen. Es geht um die Frauen und Männer unserer geheimen Streitkräfte wie der Task Force 47 und der KSK-Einheiten, unsere Halsabschneider und Henker. Wie viele das sind, das interessiert unsere Abgeordneten nicht, was sie wirklich tun ebenfalls nicht; was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Diese Einheiten arbeiten unter anderem Todeslisten ab. Zwei Spalten gibt es auf dieser Listen: Unter “Capture” werden diejenigen Taliban aufgeführt, die gefangen genommen werden sollen, unter “Kill” die Todgeweihten. Die USA und auch Deutschland füllen diese Listen; Deutschland belegt angeblich nur die „Capture“-Spalte, aber alles wird akkurat abgearbeitet. Wenn ein Deutscher eine Liste hat, dann arbeitet er halt so; es gibt wieder historische Beispiele.

Nicht Deutschland führt den Krieg in Afghanistan, auch nicht die Regierung, sondern in einer Demokratie ist es das Parlament. Herr Kaster (CDU) und Herr Nink (SPD) betreiben also den Krieg. Mit der Abstimmung akzeptieren unsere Volksvertreter aber ihre eigene Entmachtung. Wie Hampelmänner mit dem kleinen Schnürchen heben sie die Hand, um Zusagen der Frau Merkel von letztem Jahr, die wiederum in London erst als „Verhandlungsergebnis“ veröffentlicht wurden, formal abzusegnen. Mit Genuss kürzen sie ständig Zuschüsse an unser Sozialsystem, um damit den Krieg zu finanzieren. Es ist ja nicht nur die einen Milliarde, die dieser Krieg über den Wehretat hinaus Jahr für Jahr kostet. Es sind auch die versteckten Umstrukturierungskosten beim Umbau unserer Bundeswehr von der Landesverteidigung auf weltweite Einsätze. Zur Verteidigung unserer Heimat brauchten wir keine wüstentaugliche Fahrzeuge und Kleidung; das Flop-Flugzeug A400 für Langstreckentransporte kostet weiter Milliarden. Das sind nur wenige Beispiele, was das „Gewissen“ unserer Abgeordneten alles verkraftet. Ihnen Rechenschaft abzulegen, das haben diese Abgeordneten auch nicht nötig; auf den sonst üblichen Rechenschaftsbericht im Nachhinein für 2009 hat Herr Kaster bislang verzichtet. Sie sollten solche belastungsfähigen Menschen immer wieder wählen, zahlen tun Sie als Steuerzahler.

Kriegstreiber 2

Ich habe die Bilder noch deutlich in Erinnerung, als es Frau Merkel im Februar 2003 bei stürmischen Wetter gelang, in Washington bis zu den Kriegsverbrechern US-Vizepräsident Dick Cheney und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vorzudringen, um ihnen ihre persönliche Bereitschaft zur Unterstützung und die Solidarität der CDU/CSU zum völkerrechtswidrigen Irakkrieg kund zu tun. Noch nicht mal mit dem Wagen durfte sie vor fahren und kam wie ein nasses, gerupftes Huhn über die Hintertreppe. Als Regierungschefin hätte Frau Merkel einen besseren Empfang gehabt und garantiert auch ein Kontingent deutscher Soldaten mit in den völkerrechtswidrigen Krieg geschickt. Viele Soldaten wären nicht lebend heim gekommen, denn deutsche Einheiten waren damals – und sind es noch heute – materialmäßig nicht entsprechend ausgestattet. Diese alte Geschichte sollte man nicht vergessen, wenn man ein klares Bild über unsere ach so beliebte Kanzlerin haben will.

Als der Afghanistankrieg begann, war er noch durch ein UN-Mandat gedeckt – vielleicht ein windiges, aber immerhin. Ab 2003 kann man immer mehr zweifeln, ob die Ausdehnung auf ganz Afghanistan wirklich gedeckt waren; Al Qaida gab es schon nicht mehr in Afghanistan; ich kann es eigentlich gar nicht mehr so genau nachvollziehen, wie die Begriffe der Hauptfeinde unserer Welt sich von Mudschaheddin in Al Qaida und dann in Taliban umgewandelt haben. Herr Schröder hatte sich diesen Einsatz auch sicher kürzer vorgestellt. Nach der Regierungsübernahme Merkel 2005 folgten aber in schöner Regelmäßigkeit die Aufstockung deutscher Truppen. An Aufbau- und Ausbildungshilfen floss immer weniger als ein Zehntel der Ausgaben für die „Schutztruppe”.

Die Fortdauer des Afghanistankrieges bis heute ist auch dadurch bedingt, dass unter der Kanzlerin Merkel Deutschland (egal mit Steinmeier oder Westerwelle) keine eigenständige Außenpolitik betreibt. Haben Sie schon einmal bemerkt, dass in der Regel erst nach einer Reaktion der USA auch eine Verlautbarung aus Berlin kommt – so sieht nicht die Politik eines souveränen Staates aus. Die USA sind ein aggressives Volk, das nur in wenigen Jahren seiner Geschichte keinen Krieg geführt hat, eine Kriegerkaste unterhält, ausgebildet in einer Military Academy, und seine Kinder schon im Kindergartenalter militarisiert. Schon die Hunnen hatten mit solchen Methoden Erfolg – das war aber vor dem Mittelalter. Für die Politik der USA ist es selbstverständlich, Verträge zu brechen und das Leben von Menschen zu opfern, um Wirtschaftsinteressen durch zu setzen.

Nicht an allem ist Frau Merkel sicherlich schuld. Die Transatlantiker (von der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft e. V. über die Deutschen Atlantischen Gesellschaft und Atlantik-Brücke e. V. bis zu den Bilderbergern), andere unbeirrbaren Kalten Krieger und unsere Rüstungsindustrie haben seit 1989 den Verlust von Gegnern nicht verkraftet – nicht wirklich, denn es hätte sie wahrscheinlich viel Geld gekostet. Sie haben den Kessel immer am Kochen gehalten. Heute ist ein Herr von Klaeden Beraterin der Kanzlerin. Schon seit Peter Struck beinhaltet der Kampfauftrag der Bundeswehr die „Befreiung” der Länder, die den USA den Zugang zu den Energiequellen Zentralasiens versperren. Auch der Bundestages stimmt immer gern neuen Mandaten in der Regel ein paar Tage vor Ablauf des alten Mandats zu; eine Ablehnung des Regierungsvorschlags muss diese erst gar nicht einkalkulieren . So bleibt Tatsache, dass noch heute in Afghanistan unsere Soldaten und immer mehr Afghanen sterben; das könnte unserer Kriegskanzlerin mit der „Deutschland ist wieder wer”- Macke schon beenden.

Ungeachtet der Menschenleben, der Afghanistaneinsatz  kostet jedes Jahr mindestens eine Milliarde und bringt garantiert nichts ein. Wenn man die Milliarden für die Banken bedenkt, ist das nicht besonders viel. Die Regierung Merkel will aber sicher mit beidem den Nutzen des deutschen Volkes mehren – so wahr ihr Gott hilft.

Kriegstreiber 1

Der Iran ist aktuell eine Diktatur im Namen Allahs; davon gibt es in der Gegend aber noch mehr, die sind aber Verbündete der USA. Ich bin kein Fan der Regierung des Iran und ich verurteile, wie die Menschenrechte in dem Land missachtet werden; da gibt es aber auch andere Länder, einschließlich der USA. Ich erwähne die USA deshalb, weil Frau Clinton gerade die betreffenden Länder bereist und die Kriegshetze gegen den Iran nicht lassen kann.

Zum Auftakt möchte ich auf einen Artikel aufmerksam machen, der für mich eine schlüssige Betrachtung des Urankonflikts darstellt. Die „Staatengemeinschaft” hat dem Iran nie ein vernünftiges Kompromissangebot gemacht, alle Angebote des Irans sofort abgelehnt. Das gesamte Uran zu fordern (um es dann nicht mehr zurück zu geben ,die USA hat schon öfter Verträge gebrochen), das keine Verhandlungsgrundlage. Dabei war es durchaus ausreichend, die Urananreicherung unter der Vorgabe ins Ausland auszulagern, dass der Iran den Zeitplan, den Ort und die Menge der Aufarbeitung jedenfalls selbst bestimmen kann. Nichts für den Iran, aber so kann man mit souveränen Staaten nicht umgehen.

Jeder normal denkende Mensch sollte sich einmal die Konsequenzen eines Krieges gegen den Iran vorstellen; der Irakkrieg brachte 1,5 Millionen Tote, weil man „den Saddam bestrafen” wollte. Genauso wie das Geschwätz des iranischen Präsidenten, der nach zwei Tagen Anreicherung es von 3,5%-Uran auf 20%-Uran geschafft hat, ist die Drohung mit einem Krieg Theaterdonner; hier und dort stecken innenpolitische Motive dahinter. Ich frage mich nur: warum sollen wir da mitmachen?

Qualitätsjournalismus trifft Elitepolitik

Es sagte der Wehrbeauftragte des Bundestags Reinhold Robbe: „Ich habe den Eindruck, dass es bei bestimmten Truppenteilen unserer Bundeswehr nach Dienstschluss ein Alkoholproblem gibt, das wir entschieden bekämpfen müssen.” Solche Worte ähneln in ihrer Schlichtheit manchen Weisheiten unserer Kanzlerin, die da sagte: „Ich ahne, wovon ich spreche, meine Damen und Herren.”

Es ist diesem guten Mann wohl entgangen, dass es dieses Problem beim Bund immer schon gab. Besonders in Kriegszeiten wie den heutigen setzt sich das Klientel für den Soldatenberuf  nun aus besonders geradlinig denkenden Menschen zusammen. Wer geht denn ansonsten für den Energiehunger unserer Großindustrie in den Krieg und lässt sich dafür aufschwatzen, unsere Freiheit zu verteidigen? Man muss halt mit dem Menschenmaterial auskommen, das man hat – und das hat öfter Durst und Hunger nach blutigen Innereien als der Durchschnitt der Bevölkerung.

Eine Entziehungskur für Bundeswehrsoldaten könnte einen Erlebnisaufenthalt am Hindukusch umfassen. Die schießen dort im Entzug auf alles, was sich bewegt, weil sie weiße Mäuse sehen und fordern anschließend zehn Bomber zur Seuchenbekämpfung an. Vielleicht macht das die Bundeswehr aber schon längst.

Vielleicht stimmen diese Aussagen des Wehrbeauftragten auch gar nicht, sie stammen nämlich von der dpa. Die hat in einer Meldung den Bürgermeister und BürgerInnen von Mittenwald wie folgt zitiert:

„Erniedrigende Mutproben gebe es nicht nur bei der Gebirgstruppe. Denken Sie doch nur an die ,Äquatortaufe’ bei der Marine, bei der junge Männer ihre Köpfe in Eimer mit Essensresten stecken müssen.”

Eine junge Frau pflichtet ihrem Bürgermeister bei. „Gesoffen wird doch überall. Was glauben Sie denn, wie es hier auf dem Land zugeht, wenn einer bei den Trachtlern oder der Blasmusik dazugehören will.” Und ein anderer Bürger ist sich sicher: „Jeder, der mit dem Hochgebirgsjägerzug zu tun hatte, wusste von diesen Aufnahmebräuchen.”

Dieser Teil der dpa-Meldung war  glatt erfunden, was die Welt online zum Löschen des Artikels ( am Ende des obigen Links) veranlasst; dann ist diese absolute Unwahrheit aus der Welt.

Die Große Mauer

Die Chinesische Mauer wurde 214 vor Christus begonnen und hatte fast 2000 Jahre eine Funktion. Hier geht es aber um das Geschrei der Loser-Staaten, die sich selber die ,,Staatengemeinschaft” nennt und wirtschaftlich erledigt ist.

Um was es in dem großen „Mauerstreit” mit China wirklich geht, versuchen die Herrschaften durch Nebelkerzen zu verschleiern. Der Chef der BITKOM hat es schon klarer benannt. Eine Software, bei der der Quellcode bekannt ist, nennt man schon immer Open-Source-Software. Man kann es nämlich auch auf diese Weise sehen, wenn China aus Sicherheitsgründen so etwas für Importe verlangt.

Ein Microsoft-Fan wird sich dann aber nicht mehr wohl fühlen; er überweist schon seit Jahren  viel Geld für immer neue Windows-Versionen in die USA und er liebt es, dass Microsoft ständig seinen Computer per Internet überwacht. Dass dies zudem eine Energieverschwendung ist, das macht nicht nur das Netz und die Serverfarmen heiß sondern auch ihn. She/He love it. Dass bei Systemwechsel andere Software nicht mehr läuft und Hardware erneuert werden muss, belebt seiner Meinung nach die Wirtschaft.

Eine bodenlose Unverschämtheit ist es nach Meinung der „Willigen”, dass China sein eigenes Betriebssystem auf Linuxbasis entwickelt hat und in jeden Computer einen Sicherheits-Micro-Chip einbauen will. Das Betriebssystemprojekt haben sie schon 2003 mit Japan und Korea auf der ASEAN-Konferenz vereinbart, es aber offenbar allein abgeschlossen. Der Anti-Spionage-Chip ist natürlich auch eine wunderbare Handelsbeschränkung für ausländische Computer – die USA benutzen solche Mittel immer. Oh, was schaden die Chinesen sich selber! Ist doch gut, die gehen dann doch unter!

Ich gebe ja zu, dass der Chip auch das „freie” Internet kontrolliert. Aber unser Internet ist ja auch nicht einhundertprozentig frei und an tolleren Einschränkungen wird ja gearbeitet. Es ist auch legitim, dass wir auch den Source-Code für Waren aus China verlangen sollten. Aktuell scheint es aber so zu sein, dass China zum Diktat bittet. Wie sagt schon ein altes, chinesisches Sprichwort: „Ein dichter Bambuswald verschluck jedes Geschrei”. Das mag man interpretieren wie man will, I’m amused.

China ist ganz, ganz böse

China ist böse,
China ist böse,
China ist böse,
China ist böse,
China ist böse,
China ist böse,
China ist böse,
China ist böse,
China ist böse,
China ist böse,
China ist böse,

weil … weil … weil …

ja weil die so harte Kapitalisten sind und den Kapitalisten in den USA Konkurrenz machen. Damit wäre eigentlich über das aktuelle Gekrähe der westlichen Presse auf dem selbst verursachten Misthaufen alles gesagt. Während am Anfang noch zu lesen war, dass Google in China keine Gmail angeboten hat, lautet jetzt die Sprachregelung, dass diese Konten gehackt worden sind – besonders die von Menschenrechtsaktivisten. Ich habe obigen Artikel nur als Beispiel verlinkt, aber für die journalistische Qualität sprechen die Schlusssätze:

“Die Politik richte sich gegen Länder, die den Zugang zu Informationen systematisch beschränken.” Als Beispiele nannte der Sprecher Iran, Kuba, den Kaukasus – und China.

Das hat ein Sprecher des us-amerikanischen Außenministeriums gesagt, Reuters hat es verbreitet und ein deutscher Qualitätsjournalist hat es übernommen. Ich habe mich nur gefragt: wo bitte liegt das Land Kaukasus? Bem.: Aserbaidschan, Armenien, Georgien, Russland, Türkei haben Anteil am 1100 km langen Kaukasus, der größer als Deutschland ist.

Eigentlich glaube ich ja gern an Märchen, aber nicht daran, dass Google sich je um Menschenrechte kümmern würde; Google hat zum Beispiel auch eine Abteilung Saudi-Arabien ( http://www.google.com.sa/  ) Ich will Ihnen jetzt mal eine ganz nette, nicht ganz unbegründete Geschichte erzählen. Die Chinesen sind schon lange daran, sich gegen Spionagesoftware der Amis zu wehren. Sie sind inzwischen besser als der „Westen” und haben bei der Sichtung von Code aus den USA einige Routinen entdeckt, die zu eindeutigen Zwecken im Internet dienen. Die Amis haben nun die berechtigte Befürchtung, dass sie diese in verbesserter Form bald in ihrem Netz in Aktion vorfinden werden.

Was Sie als Leser wahrscheinlich erleben ist ein digitales Vietnam für die USA: Rückzug ist angesagt, für Google vielleicht von der Regierung verordnet. Mit Theaterdonner: Menschenrechte, Pressefreiheit, freier Zugang zu verfassungsfeindlicher Propaganda für alle Chinesen, freier Informationsfluss für die Stänkerer der CIA! Sie sollten jetzt noch zehnmal schreiben:

Die USA sind lieb,
die USA sind lieb,
die USA sind lieb,
die USA sind lieb,
die USA sind lieb,
die USA sind lieb,
die USA sind lieb,
die USA sind lieb,
die USA sind lieb,
die USA sind lieb,

weil … weil … weil … ja weil die Amis viele schöne Kriegverbrechen begehen, super foltern, in ihren Gefängnissen Menschenrechte mit Füßen treten, dafür aber viel weniger Leute hinrichten als China?

Die Weicheier von Kunduz

Unserer kampfgeilen Soldatinnen und Soldaten in Kunduz haben wohl nach Meinung der Amis ihre Aufgaben nicht erfüllt. Irgendwie haben sie solche Großtaten wie das Ermorden von gefesselten Jugendlichen einfach noch nicht auf der Reihe. Wie anders ist es zu deuten, dass sie jetzt von den Amis Nachhilfe bekommen; die Truppe von 1000 SoldatInnen wird von 2500 Frauen und Männern aus dem Land des Friedens „unterstützt” werden. Da die Kampftechnik der Amis aber das Bombardieren von Menschenansammlungen bevorzugt, kann man zwar mit mehr zivilen Opfern rechnen, aber die Lorbeeren werden sich leider nicht mehr BundeswehrsoldatInnen anheften können. Schade – sie haben doch erst angefangen, möglichst viele AfghanInnen zu töten. Jetzt machen es die Unmenschen aus den USA.

Eine Frage der Motivation

oder wieder  Beispiele für hervorragende journalistische Leistung

Der arme Herr Friedensnobelpreisträger Obama hat es gar nicht leicht, fast noch in der Badehose vom hawaianischen Strand muss er den Angehörigen der Opfer sein Beileid ausdrücken.

Auch uns in Deutschland sollte das Schicksal der CIA-Agenten nicht kalt lassen, denn der Vorgang betrifft auch deutsche Interessen. Der feige, afghanische Offizier, dessen Sympathien den Aufständischen galten, hat plötzlich Angehörige der internationalen Friedensstreitkräfte angegriffen. Das wirft die Frage auf, ob man nicht der Vergütung und der Zuverlässigkeit der Rekruten einen höheren Stellenwert einräumen muss.

Sie merken, ich habe die Glanzlichter des Textes und des Kommentars im TV konzentriert.

Liegt es an mangelnder Motivation wegen schlechter Bezahlung oder an dem freiwilligen, aber zuverlässigen Tunnelblick unserer Qualitätsjournalisten, die einen Korrespondenten von seinem Schreibtisch direkt vor Ort, also in Washington D.C., so etwas schreiben lassen. Vielleicht ist das nur eine Übersetzungsübung entsprechender us-amerikanischer Pressemitteilungen aus dem Pentagon. Das würde auch erklären, warum „die deutschen Interessen” nur als Schlagworte angeführt werden und warum der Sinneswandel von Afghanen so überraschend ist. Zudem:Was waren die Opfer auch so sympathische Burschen, sportliche Investigatoren im Dienste der gerechten Sache ihres Landes und … um es wieder zu betonen … im Interesse Deutschlands.

Nein, am Geld liegt das nicht, denn Herr Friedemann D.  hat diesen verbalen Tinnef bundesweit verhökert bekommen. Vielleicht tut dieser Mann das auch aus Überzeugung, um das friedliche Zusammenleben der Völker zu fördern. Unsere Soldaten in Kunduz haben dieses friedliche Zusammenleben der Völker ja erst kürzlich gefördert, auf Befehl einer Mehrheit unserer Volksvertreter und mit warmen Dankesworten unserer Kanzlerin und eines Herrn Steinmeier. So liegt also der Tunnelblick nahe, der solche Journalisten Berichte aus anderen Quellen als weder meldenswert noch nachprüfenswert erachten lässt. Beim letzten Bericht hält sich Greenpeace übrigens noch stark zurück. Der Tatort liegt übrigens im Hindukusch auf dem Weg zum Cyberpass, wo unsere Soldaten unsere Freiheit ja immer so verteidigen. Vielleicht könnten die angeführten Tatsachen aber das Verhalten mancher Afghanen besser erklären.

Der deutsche Top-Journalismus

Seit Wochen lässt Friedensnobelpreisträger Obama zusammen mit der Luftwaffe von Saudi-Arabien Ortschaften im Jemen bombardieren.

Unsere Qualitätsjournalisten hatten im September eigentlich  festgestellt, dass der Jemen auch als Rückzugsgebiet von somalischen Piraten dient – aber nach dem Motto „our time for change has come“ wurde nach den ersten Angriffen der Friedensmacht USA die Begründung gewechseln. Unsere Witzpresse stellte plötzlich, wenn sie überhaupt darüber berichtet,  eine Einmischung des Irans fest und vermeldet einen Hilferuf der Regierung des Jemens gegen El-Quaidakämpfer, sodass die USA aus humanitären Gründen dagegen vorgehen, aber jetzt leider kollateral auch Kinder und Frauen morden musste. Das bleib bis letztes Wochenende auch so.

Der Hilferuf von Regierungsmitgliedern eines Marionettenregimes erschien aber den Regierenden in Washington auf die Dauer zu schwach, um den Überfall Obamas auf ein viertes Land der Region zu begründen. „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ klingt da viel besser und nach dem Attentatsversuch des Schienbeinbombers, der sogar unter Beteiligung ehemaliger Guantánamo-Häftlinge im Jemen vorbereitet wurde, hat man plötzlich Ausbildungslager im Jemen und muss so neuerdings nicht nur präventiv, sondern diesmal präemptiv eingreifen (ist das Gleiche). Unsere unabhängige Presse steigt sofort auf diese Mär um, um sie auch in Deutschland unters inzwischen hochprozentig verblödete Volk zu bringen.

Bevor Obama eine fünfte Front der US-Amerikaner in dieser Gegend nämlich gegen Eritrea aufgebaut hat, sollte man die Mitglieder des Nobelpreiskomitees in eine Irrenanstalt einweisen.

Merkels Paradoxien

Schaue ich mir im Haushaltsplan 2009 den Einzeletat 60 (Allgemeine Finanzverwaltung ) an, dann steht dort 9758,8 Millionen. Die dortige Planung wurde sowieso nicht eingehalten. Im Entwurf für 2010 sind es 10521,92 Millionen, das sind immerhin 763 Millionen mehr. Wird unsere Finanzverwaltung auf Grund der Steuererleichterungen etwa teurer oder ist eine Gehaltserhöhung für Beamte geplant. – dem ist nicht so!

Im Koalitionsvertrag steht des Rätsels Lösung: „Zudem werden wir dafür Sorge tragen, dass zusätzliche einsatzbedingte Aufwendungen für kurzfristige und unvorhersehbare Verpflichtungen der Sicherheitskräfte im Zusammenhang mit internationalen Einsätzen künftig aus dem Einzelplan 60 (Allgemeine Finanzverwaltung) finanziert werden”. (S124 des Koalitionsvertrags).

Die 763 Millionen sind also paradoxerweise eingeplant „für kurzfristige und unvorhersehbare Verpflichtungen” unserer Sicherheitskräfte, das grenzt an Hellseherei. Es ist zudem nett von unserer Regierung, wenn „Verteidigungskosten” in anderen Etats versteckt werden. Es gibt dafür schon andere Beispiele: Im Verkehrsetat sind die Kosten für Bauten und Straßenprojekte für die amerikanischen Besatzungsgäste enthalten. Das Konjunkturpaket II musste für den Kauf von 405 Schützenpanzern herhalten. Entwicklungsgelder wurden zur “Belohnung” für Mithilfe bei Natoeinsätzen gezahlt. Polizeiausbildung zahlen die Länder (Bayern z.B. nix) und das Innenministerium steuert Geld für das THW hinzu. Nicht zuletzt zahlen Eltern und Arbeitgeber bei Wehrpflichtigen deren Kosten.

Durch unsere Waffenverkäufe in Krisengebiete können wir das vielleicht locker neben dem Verteidigungsetat finanzieren. EU-Richtlinien, deutsche Gesetze und die Frage nach den Menschenrechten in den Empfängerländern spielen bei unseren Regierungen keine Rolle mehr. Insbesondere die Regierungen unserer geliebten Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel, die ja Menschenrechte immer so anmahnt, trieben es mit diesen illegalen Exportgenehmigungen jedes Jahr toller. Paradox, watt! Bei der letzten Bundestagswahl haben die Deutschen aber gezeigt, dass sie diesem Verhalten zustimmen.

Lissabon und Grundgesetz

Upps, jetzt ist es raus. Ich habe bisher geglaubt, dass nach dem  Urteil des Bundesverfassungsgerichtes der Lissabon-Vertrag angepasst worden sei. EU-Gesetze die unserer Verfassung widersprechen sollten nicht möglich sein, da sie der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts unterliegen.

Dem ist wohl nicht so. In der Presse wird über das Vorratsdatenspeicherung  folgendes gesagt: Wenn ein Gesetz nicht verfassungsgemäß ist, dann darf unser Verfassungsgericht beim europäischen Gerichtshof nur um eine Entscheidung bitten.

Ich weiß nicht, ob das stimmt. Ich bin nur der Meinung, dass wir dann unsere Demokratie mit dem Lissabon-Vertrag aufgegeben haben. Dass wir von den uns Beherrschenden betrogen worden sind, das ist schon fast Nebensache.

Ein gewisser Herr Röttgen

Herr Röttgen ist unser neuer Umweltminister und muss jetzt gerade die Last der Verhandlungen in Kopenhagen mittragen. Aus diesem Anlass hat er sich vom Deutschlandradio interviewen lassen und was dieser Mann dort antwortet, steckt für mich voller Höhepunkte.

Natürlich hält er sich manchmal sehr bedeckt, aber das ist dann immer hervorragend formuliert – ein wahrer Intellektueller: „Und zu dem, was zwingend erfolgen muss, ist die Festlegung auf das Ziel, dass die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen ist als Zielfestlegung bis 2050, weil uns das einigermaßen sicher sein lässt, dass die dramatischen Folgen des Klimawandels nicht eintreten. Und dazu sind dann bestimmte Maßnahmen zu ergreifen”. Der erste Satz stellt uns das Problem des Klimawandels klar vor Augen. Den kann man sich doch nur auf der Zunge zergehen lassen – Vorsicht, Brechreizgefahr; es wäre schädlich, sich solche Sätze durch den oberen Teil des Kopfes gehen zu lassen. Aber der zweite Satz zeigt uns in einfachen Worten den Ausweg aus diesem Dilemma – es sind nur „bestimmte Maßnahmen” nötig, das ist voll genial.

Wortschöpferisch betätigt sich der Mann gnadenlos. Bei der „Überförderung” ist zwar jedes Wörterbuch überfordert, aber es klingt so gut . Bei der Kernenergie ist ein Satz mit zwei Wortkombinationen nicht von Pappe: „Sondern die Brücke bedeutet: Es ist eine politisch endliche Technologie, weil wir es politisch so wollen. Bei den fossilen Energiequellen ist es dann eine natürliche Endlichkeit, die besteht”. Mit diesen Worten will uns Herr Röttgen wahrscheinlich erklären, dass die Technologie, die auf Uran oder Plutonium beruht, von natürlicher Unendlichkeit ist – bei der Strahlenbelastung des Abfalls hat der Mann ja annähernd recht.

Gern erklärt dieser geistige Gigant dem einfachen Volk so einiges: „Die Kernenergie hat die Funktion einer Brücke. Und das ist auch der Zusammenhang: Die Brücke ist keine Straße, sie ist nicht das Ziel, sondern sie muss ans andere Ufer führen” oder „Darum ist diese Politik richtig, aber sie muss verbunden werden mit der Erkenntnis, dass das temporär ist, also auf Zeit ist, dass das Krisenreaktion ist und nicht die langfristige Orientierung und Ausrichtung”.

Technisch zeigt sich dieser Mann im Informationsstatus eines jungen Ministers, aber er hilft sich hier mit Formulierungen, die ihm die Stromindustrie vorgibt. So ist er begeistert von den neuen Kohlekraftwerken, die sich im supereffizienten Halblastbetrieb aus dem Grundlastbereich herauslösen und die launischen Windräder ergänzen, sodass diese erst gar nicht betrieben werden müssen: „Sie sind auch viel flexibler, die neuen Kohlekraftwerke, die man auch in Teillast fahren kann, die nicht in gleichen Mengen eingespeisten Strom, zum Beispiel aus Windenergie, ausgleichen können“. Das ist visionär! Ich glaube diesem Mann aber aufs Wort, wenn er über Kernkraftwerke trotzig sagt: „Ich habe nicht mit Kernenergie angefangen, aber die Folgen haben wir alle zu tragen”.

Ich hoffe, dass Herr Röttgen das nicht nur so gesagt hat: „Die deutsche Bundesregierung hat sich verpflichtet – ohne diesen Schritt von Bewegungen anderer Staaten abhängig zu machen – 40 Prozent CO2 zu reduzieren”. Wo, wie, wann – das interessiert hier weniger. Unser Herr Minister besitzt zweifelsohne eine starke Inkompetenzkompensationskompetenz und ist derart nach dem Peter-Prinzip der richtige Mann auf dem richtigen Platze zur rechten Zeit. Er wird die Absichten unserer Kanzlerin in Kopenhagen voll durchsetzen können, sodass diese bei ihrer Rede vor Ort nur noch zu sagen braucht: “Kopenhagen war ein großer Erfolg!”

Unsere SoldatInnen richtig unterstützen

Immer wenn einer der BundeswehrsoldatInnen in Afghanistan ums Leben kommt oder „so etwas wie in Kunduz” passiert, dann wird in der Milliardärspresse nach mehr Unterstützung für unsere Jungs und Mädchen im Feld geworben. Hunderte von Reservisten werden zum Abfassen von Leserbriefen und Blogbeiträgen im gleichen Sinn veranlasst. Soll ich jetzt Hurra schreien und auf die Straße gehen, um pro Auslandseinsätze zu demonstrieren? Vielleicht könnte es ja genügen, wenn ich mit völkischer Begeisterung eine enorme  Erhöhung der Einsatzkosten (Allgemeiner Haushalt) und der Wehrkosten (Verteidigungshaushalt) akzeptiere. Wie man an den neueren Beschaffungsmaßnahmen sehen kann, erfolgt durch Korruption oder offenkundiger Dummheit eine enorme Verschwendung von Steuergeldern. Am Sozialetat kann man ja kürzen. Wir sind ja schließlich wieder wer in der Welt, wir können an der Seite der USA auch wieder unsere imperialen Neigungen ausleben.

In der Bevölkerung für mehr Anerkennung und Rückhalt zu werben, ist direkt lächerlich. Die uns Regierenden haben die Truppe unzureichend ausgestattet dorthin geschickt und der Sinn des Einsatzes ist nicht zu vermitteln. Denn ein solcher Einsatz hat nichts mit Landesverteidigung zu tun. Das sind doch die Tatsachen, die jedem im Land bekannt sind. Eine gute Möglichkeit wäre es gewesen, die Kriegshetzer in unseren Parteien einfach ab zu wählen und dann raus aus Afghanistan. Das wäre die notwendige Unterstützung unserer Truppe in Afghanistan. Dem Volk sind die Geschehnisse in Afghanistan aber so etwas von egal, denn der Krieg ist ja weit weg und uns geht’s doch prima! Es genügt für die Werbung, wenn sich unser pomadige Gebirgsjäger reichlich overdressed in Kunduz vor den Kameras unserer Presse Würstchen servieren lässt. Das ist doch was für unseren Qualitätsjournalismus!

Deutschland kämpft um den Brückenkopf Afghanistan als Ausgangspunkt für im Weißbuch schon angekündigten Plünderungskriege in Zentralasien. Es geht dann um die Rohstoffversorgung für unsere Industrie. Es wird getötet, um unseren Wohlstand zu erhalten; das ist zutiefst unmoralisch. Die Aufbaumaßnahmen scheinen eher bescheiden zu sein. Am Anfang wurde noch von Schulen mit Mädchenklo gesprochen, jetzt sind es Polizeikasernen und strategisch wichtige Straßen und Brücken. Den Rest will man jetzt durch Entwicklungshilfe machen lassen, für die aber der korrupte Karzai noch mehr Kampf gegen das eigene Volk bieten muss, und karitativen Organisationen überlassen, die sind aber wegen der Sicherheitslage abgezogen. Unsere Soldaten kämpfen nur noch, übrigens noch nicht mal für eine Demokratie in Afghanistan.

Keiner ist in unserer Republik gezwungen,  Soldat zu werden zumal ein Berufssoldat. Ein bisschen Freude am Umgang mit Geräten zum Töten und eine stramme Gesinnung bringt man in diesem Beruf schon mit. Wo findet man solch tapfer gesinnte, junge Leute? Ein Drittel der SoldatInnen in Afghanistan sind Ossis, aus Landkreisen mit hoher Arbeitslosigkeit und typischer politischer Ausrichtung. Zumal kann man für 110€ pro Tag zusätzlich zum Sold schon ein klein wenig erhöhtes Risiko tragen. Es ist also nichts Edles an diesem Einsatz unserer Söldner, dem Volkswohl dient sicher keiner.

Für das alles soll ich sein, ich soll eine verfehlte Politik begeistert stützen? Deshalb raus aus Afghanistan! Natürlich verlieren wir dann diesen  Brückenkopf an die afghanische Unabhängigkeitskämpfer – aber wäre das wirklich so verheerend?

Das alles ist prinzipieller Natur und hat nichts mit dem Kunduzmassaker zu tun. Dieses zeigt aber auch manches. Bei diesem Einsatz wurden Vorschriften missachtet, das Völkerrecht mit Füßen getreten. Darauf hin waren Lügen und Vertuschung offenbar ein Werbemittel für das Ansehen der gesamte Bundeswehr. Für das Ausschalten der Tanklastzüge hätten zwei Raketen eines Kampfhubschraubers genügt, noch nach der Morgendämmerung – oh, ich vergaß die Bundeswehr besitzt in Kunduz keine solchen, die kämpfen dort auch nur tagsüber und haben nur leichte Waffen, oder es waren die Luftfilter verstopft und ein paar Schrauben locker. Mit anderen Worten, die Ausrüstung ist mangelhaft. Eine Aufklärungsdrohne zu schicken – hamm wa nich, sagten die in Kunduz oder unnötig. Das feige Ding war mit einer 500 kg-Bombe vom Bunker im Feldlager viel bequemer zu machen, dafür war es mindestens Totschlag. Übrigens hat unsere Regierung es nicht für nötig befunden, die Veröffentlichung des Namens von Oberst Klein zu unterbinden. Das ist ein Mangel an Fürsorge des Ministeriums. So sind die uns Regierenden halt, die mehr Rückhalt fordern. Sie lassen zwar die Soldaten eigentlich im Stich, dafür fordern sie für dieses Verhalten die Unterstützung des Volkes an. Sie lehnen jede Verantwortung ab. Nur durch Proteste gegen diesen Krieg, das Beseitigen der Schreibtischtäter mit demokratischen Mitteln kann man unsere SoldatInnen richtig unterstützen. So kann man Verantwortung übernehmen.

Milchbauern mit Geld überschüttet

Selbst beim dümmsten Bauer wird die blödeste Milchkuh mindestens 20 l Milch am Tag geben. Statistisch gesehen ist die jährliche Milchleistung einer Kuh jedenfalls über 7300 l. Bekommt nun ein Bäuerlein die zwanzig Euro Milchprämie pro Kuh, dann sind alle anderen Bauern neidisch, die nicht auf Milchwirtschaft setzen. Für den Rest der Bevölkerung ist klar, dass die reichen Bauern wieder das Geld nur so hinten rein geschoben bekommen – bei ihren Kühen.

Tatsächlich bedeutet der Zuschuss, wenn er täglich ausgezahlt wird, eine Subvention von einem Euro pro Liter. Ist er aber monatlich fällig, dann reduziert sich die Wohltat immerhin auf 20 Euro/600 l = 3,33 Cent /Liter; das ist doch schon was. Sollten diese Gaben aber jährlich gemeint sein, dann beeinflussen sie den Ertrag pro Liter um 0,29 Cent = 0,0029 Euro. Da wird für die Milchbauern das Kraut wieder richtig fett werden und mit den geplanten 855 € pro Betrieb wird er dann auch Investitionen machen. Mit der Grünlandprämie für Großgrundbesitzer, die wegen der Dieselsubvention auch auf einen starken, schnellen Fuhrpark setzen können, ist dann wieder ein solides Auskommen möglich.

Daran sieht man, mit wie wenig Geld man die Leute so gründlich verarschen kann, wie es vorher nie eine Regierung gewagt hätte. Ich persönlich würde den Bauern raten, außerhalb ihres Großverbandes eine „Bad Farm” zu gründen, auf der dann der gesamte Mist der Politik gelagert und hoffentlich verwertet werden kann.

Neunter November

Der 9. November wird ja ganz toll gefeiert, da kann jeder mitmachen. Die Presse interviewt jeden, dem sie habhaft werden kann, über den Tag vor 20 Jahren, nachdem sie sich mindestens 10 Tage sich als Wiederkäuer betätigt hatte. Die Kanzlerin kann sich besonders erinnern, dass sie das in der Sauna gehört hat und sofort in den Westen übersiedelte. Später wurde sie aber wieder in der DDR gesichtet.

Warum man die Bürgerrechtsbewegung der DDR um den eigentlichen Tag betrogen hat, der zu feiern ist. Dass er nicht zu feiern ist wurde mit dem 9. November begründet. Haben Sie aber in unserer gleichgerichteten Presse viel von der Reichskristallnacht gehört? In München hat die Jüdische Gemeinde ihrer gedacht, Wowereit hat es erwähnt. Das scheint es gewesen zu sein; nix Merkel-Gedenken zu diesem Datum, die musste dringend Steuern senken!

So haben die Parteien der BRD der Bürgerrechtsbewegung, die die Einigung herbei geführt haben, nie die Ehre gegeben. Ihren späteren Mitgliedern aus der Bewegung sehr wohl, aber es waren mehr. Wenn die Parteipolitiker sich nun für Millionen selber feiern, ist das typisch aber geschichtsvergessen. Die Politiker, der Styroporkokolores sind neben Gottschalk der Höhepunkt. Armes Deutschland.

Entsorgung durch Verdunsten

Es gibt Dinge die man nie vergisst. Stellen Sie sich einmal vor: zuerst  Natodrahtbarriere, eigentlich überall Stacheldraht, dann eine Höckerlinie mit Ketten gegen Panzer und LKW, dann ein tiefer Panzergraben, dahinter eine riesige Mauer, die an allen vier Ecken durch Wachtürme und mit Maschinengewehren und einer Lichtanlage gesichert ist. Tag und Nacht bewacht und hell ausgeleuchtet. Ich spreche nicht von der ehemaligen innerdeutschen Grenze, sondern von einem kleinen Areal im Norden von Karlsruhe.

Das habe ich also schon öfter gesehen, nichts was bemerkenswert wäre. Aber ich vergesse halt nicht das, was ich dann erfahre. Hinter den Sicherungen liegen 300 t hochradioaktives Material – Altlasten aus den Anfangszeiten der Atommeiler. Das Material ist so kritisch, dass es extrem gekühlt werden muss. Aber die Kühlung ist nicht wie üblich nur doppelt ausgelegt, sondern dreifach – so gefährlich wird ein Ausfall eingestuft. Das war vor etwa fünfzehn Jahren, als ich dort mal ein radiochemisches Praktikum absolvierte.

Lange passierte da nichts. In den letzten Jahren ist eine Entsorgung dieser 300t in Angriff genommen worden – ich weiß nicht wie viel qm das Material hat, obwohl das überschlagen werden könnte. Die Entsorgung sollte den Steuerzahler eine Milliarde Euro kosten, es handelte sich um „Forschungsabfälle” der Energiekonzerne. Das war vor vier Jahren. Aha, atomarer Müll ist also entsorgbar, dachte ich Naivling. Jetzt lese ich als Antwort auf eine kleine Anfrage folgendes:

In der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK) lagerten im September 2009 etwa 58 Kubikmeter flüssige hochradioaktive Abfälle. In ihrer Antwort (16/14152) auf eine Kleine Anfrage (16/14130) von Bündnis 90/Die Grünen über den Rückbau der Wiederaufbereitungsanlage in Karlsruhe widerspricht die Bundesregierung der Darstellung der Fraktion der Grünen, wonach dort 56.000 Kubikmeter hochradioaktiver Flüssigabfall (High Active Waste Concentrate, HAWC) eingelagert seien. Die Grünen geben in der Vorbemerkung ihrer Kleinen Anfrage unter Bezug auf die Bundestagsdrucksache 13/1959 an, dass das HAWC-Volumen im Jahr 1995 noch 80.000 Kubikmeter betragen habe. Die Bundesregierung führt in ihrer Antwort zudem aus, dass das HAWC-Volumen 1996 bei 70 Kubikmetern gelegen habe. Als Erklärung gibt die Bundesregierung an, dass es der WAK “gestattet worden sei, das HAWC durch Verdunsten aufzukonzentrieren”.

Ja, das ist das Optimum an Entsorgung: Verdunstung. Super wuper tuper. Meine Idee: 20 Millionen Jahre “verdunsten” lassen, dann haben wir die Marke von 1% erreicht. Das ist mir aber eh egal!

300-Millionen-Bröckelchen

Opel arbeitet von Juli bis zum Jahresende mit einem Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden, es werden also pro Monat 300 Millionen Euro verbraten. Der Verkauf an Magna, so nennt unserer Regierung die Mitsanierung des US-Konzerns GM, ist dem guten Guttenberg noch einmal 4,5 Milliarden wert – das sind fünfzehn mal 300 Millionen. Bei dem mit GM ausgehandelten Vertrag ist das Absatzgebiet von Opel so weit eingeschränkt, dass New-Opel in höchstens 15 Monaten pleite sein wird und an GM zurückfällt, dann wurden ebenfalls 300 Millionen pro Monat verbrannt. Aber es wäre doch schön, wenn Bochum noch als Zulieferer für das neue GM-Werk in Königsberg dienen könnte.

Die besten Freunde unserer Regierung, die Menschenrechtsverletzer aus Israel, bekamen ja schon einige U-Boote von uns; die haben sie direkt zur atomaren Nutzung umgerüstet und vor den Iran geschickt. Auf die Menschenrechte gibt die neue Regierung laut Koalitionsvertrag sagenhaft viel. Jetzt hat die Mordsregierung bei Merkels Regierung wieder was bestellt: Korvetten. Ein U-Boot hat 500 Millionen gekostet, davon trägt der deutsche Steuerzahler 333 Millionen, Israel bezahlte aber schon noch 166 Millionen. Ist doch eine schöne Geste von unseren Freunden, die wollen das Friedensmaterial nicht ganz geschenkt – und auch nicht jeden Monat.Da Korvetten etwas billiger sind, will Israel sie vielleicht ganz kostenlos. Mit Raketen von dem Friedensnobelpreisträger Obama kann man eventuell niedliche, taktische Atomsprengköpfe verschießen. Den radioaktiven Fallout im Falle einen Angriffs kriegen wir und die Welt dann ebenfalls kostenlos.

Da ist es aber auch schön, dass diese Regierung auch etwas für unsere Kinderlein tun will – unsere Kanzlerin und Frau von der Leyen haben die Kleinen besonders lieb. Die neue Regierung erhöht das Kindergeld – um opulente zwanzig Euro pro Stück Kind. Da wir in Deutschland ungefähr 14,5 Millionen Kindchen haben, setzt unsere soziale Regierung 300 Millionen Euro dafür ein.

Ach ja, Kindergeld ist nur für die mit mageren Einkünften; bei Ehepaaren mit einem Einkommen über 6000€ pro Monat (netto nicht brutto), ist ja der Kinderfreibetrag sinnvoller. Soll aber auch von unserer kinderlieben Regierung um glatt 1000 € im Jahr erhöht werden. Bei einem Steuersatz von 25% macht das eine Ersparnis von 250 Euro pro Jahr (ich weiß, das stimmt nicht ganz), also auch etwa 20 € im Monat. Ist also fast egal, ob Kindergeld oder Kinderfreibetrag, unsere Regierung ist ja so gerecht! . Insgesamt werden 300 Millionen pro Monat eingesetzt.

Sie sehen also, unsere Regierung leert das Füllhorn von Wohltaten in kleinen 300 Millionen Bröckelchen.

PS.:Für Leute, die einen höheren Steuersatz haben (so Dumme gibt es aber nicht) käme beim Freibetrag selbstverständlich etwas mehr Ersparnis raus.

Noch etwas so nebenbei: unsere Elite schickt ihre Kinder ins Ausland zur Ausbildung; bei der FDP habe ich da läuten hören, dass die Absetzbarkeit von Schulgeld plus Nebenkosten jetzt beträchtlich verbessert werden soll. Fallen für das Kind also 1000 € Unkosten im Monat an, dann soll sich der Staat ruhig daran beteiligen- meint unsere soziale Regierung. Ist ihr Kind mal nicht so gut, dann können Sie auch die Großspende an die Stiftung absetzen, wenn die Schule durch eine solche getragen wird. Die Internate haben das aber in der Regel so organisiert. Wir brauchen eine junge Elite aus der Elite, die ihre Werte schon in den Kaderschmieden der Ökonomie im Ausland bezogen hat.

Solche Vorhaben kratzen zwar etwas an Artikel 7 Abs. 4 des GG, der gilt aber nur für inländische Privatschulen. Verdienen Sie ihr Geld als Stundenlohn, brauchen Sie übrigens einen über 6€ um die 1000 € im Monat zusammen zu bekommen – pro Kind!

Saarmaika – Altes von der Mafia

Dass Herr Cohn-Bendit Herrn Hubert Ulrich als einen Mafioso bezeichnet ist schon ein starkes Stück, aus dem Focusartikel wird jedoch der Grund nicht so ganz klar. Ich habe es erst verstanden, als ich in „Saarmaika -  wie man die Demokratie austrickst” den Links in der Antwort von Oscar folgte. Interessant, aber alles nur Verleumdungen.

Ordnung schaffen mit deutsche Waffen

Huch, deutsche Pistolen auf den Schwarzmärkten in Afghanistan und Pakistan heiß begehrt; das meldet NDR Info, mit detaillierter Beschreibung der Tatsachen. Angeblich sollen diese Waffen von Deserteuren stammen, tszz,tszz!

Verteidigungsminister Jung weiß von nichts, denn eigentlich sind Innenminister Schäuble und seine Länderkollegen zuständig, der sagt aber nichts und Frau Merkel ist wie immer auf Tauchstation macht ja gerade alles zum Durchregieren klar. Aber mehr deutsche Polizisten für Afghanistan, das fordern alle – sogar die Nato ( hä? )  Egal wie, der Schwarzmarkt braucht  Nachschub und vielleicht kommen auch mal bayerische Ordnungshüter mit – jooh mei, wegen dera Gemütlichkeit.

Im Saarland dauert alles länger, beim Denken

Hurra, die Grünen sind im Saarland in vier Jahren ausgelöscht! Geil,  wie die mit der schlechten Schulpolitik, den desaströsen Finanzen umgehen wollen.  Hanswurst Müller for ever!! Dabei hätte ich den Maas als Mini schon richtig sympathisch gefunden. Ich gratuliere Herrn Ullrich aber dennoch zum Ministerposten. Ist aber OK, egal wie man zum übernächsten Ministerpräsidenten des Saarlandes, Herrn Oskar Lafontaine steht. Die Parteien haben entschieden, vielleicht sind demnächst die Saarländer dran. Das ist aber demokratisch verlaufen, bis zu Matschie ist das Saarland noch nicht gesunken.

Obama bekommt den Friedensnobelpreis

Friedensnobelpreisträger Obama! Ich muss meinen vorigen Beitrag begrifflich korrigieren, die USA sind und bleiben auch unter Obama der  Welt größter Hersteller nicht von Verteidigungsgeräten, sondern von Friedensbringermaterial (Peacemaker, benutzt zum Genozid an den Indianern). Wer solch wertvolle Güter besitzt, muss auch Frieden bringen, im Irak hat das schon über einer Million Irakern den himmlischen Frieden beschert, in Afghanistan waren es weniger – mangels Bevölkerung und Effektivität, ist ja leider UN-Mission. In den paar Monaten seiner Regierung haben die USA Pakistan angegriffen, sind mit Hubschraubern in Somalia eingefallen. Vielleicht hat das Nobelpreiskomitee Obama nur etwas falsch verstanden: von den zehnfachen atomaren Overkillfähigkeiten der USA will er auf die Hälfte reduzieren, dafür erwartet er von den anderen totale Abrüstung. Ein Friedensnobelpreisträger, der die Option eines Angriffskriegs in den Mund nimmt- huhu! Bürger verbleibt mit dem alten islamischen Gruß: Alle-mal-lach!

Sichere Arbeitsplätze in der Verteidigungsgeräteindustrie

Das Kriegswaffenkontrollgesetz verbietet Waffenlieferungen, wenn „die Gefahr besteht, dass die Kriegswaffen bei einer friedensstörenden Handlung, insbesondere bei einem Angriffskrieg, verwendet werden.” Hier begehen aber Gutmenschen häufig juristische Fehler.

Befindet sich ein Land seit 42 Jahren in einem Verteidigungskrieg, also nicht im Frieden,  dann kann es durchaus mit deutschen Verteidigungsgeräten beliefert werden. Die Verteidigungsbemühungen sind dadurch sogar so erfolgreich, dass sie zur allmählichen Ausrottung eines feindlichen Volkes führen, deshalb müssen leider jegliche Friedensverhandlungen ablehnen werden, sodass der Verteidigungszustand noch lange bestehen wird. Die geballten Atomwaffen des Iran werden auch bald einen Verteidigungsschlag gegen A-ja-toll-ah-Land notwendig machen. Erfolgreich dürfte dort ein Atomschlag sein.

Unsere Verteidungsgeräteindustrie stellt in zunehmenden Maße auch Arbeitsplätze zur Verfügung, Klasse! Was hat uns nämlich Frau Merkel versprochen: Arbeitsplätze! So einfach ist das, basta!

Von Gazellen und Menschen

Wir haben in der Bundesrepublik ein super geknüpftes Netz, die zukünftige Regierung webt gerade daran herum; die Bürger haben ihr gerade die Power (psst, versteht unser neuer Außenminister nicht) zum Durchregieren gegeben. Als ich heute im Saarburger Teil des TV las, dass ein Viertel der Belegschaft von Trosaplast entlassen wurde, das sind 40 Leute, da musste ich an die Gazellen denken, die ich einmal in einem Tierfilm gesehen habe.

Gazellen leben in den Trockensavannen Afrikas (und Asiens) und sind Beutetiere von Löwen. Als Fluchtiere ist die Schnelligkeit die einzige Chance bei dem Angriff eines Rudels von Löwen; Gazellen haben zwar große Hörner, die setzen sie aber nicht zur gemeinsamen Abwehr ein. So wird stets ein Tier, das nicht mehr so ganz mithalten kann, vom Löwenrudel geschlagen. Interessant ist dann aber das Verhalten der Gazellenherde. Während die Löwen ihre Mitgazelle zerreißen, beginnen die Tiere der Herde wieder zu grasen, durchaus in der Nähe der Löwen. Sie wissen nämlich, dass die satten Löwen jetzt erst in drei, vier Tagen wieder auf die Jagd gehen und sich dann als normale Tiere wieder mit einer Beute begnügen.

Es ist in der Trockensavanne wichtig, dass man genügend Gras zum Fressen hat, mit seinen Inhaltsstoffen und der Feuchtigkeit braucht man das zum Überleben. Das weiß jede Gazelle von Natur aus. Wäre die geschlagene Gazelle schneller gewesen, dann wäre ihr das nicht passiert.

Ob ein Investor für Trosaplast gefunden wird, steht ja so wie so in den Sternen. Aber gerade in Saarburg ist „Von Krise keine Spur”, so steht es auf der gleichen Seite im TV, denn der nächste Sonntag ist in Saarburg verkaufsoffen. Kommen Sie, kaufen Sie!

Wir waren fast verdurstet und hatten auch Leichen an Bord

FRONTEX ist eine Organisation der EU, deren einziger Zweck es im Süden ist, afrikanische Flüchtlinge vor dem Anlanden an einer der Küsten der EU abzuhalten. Sie soll also diese schwarzen Ablagerungen auf unseren Ferienstränden unterbinden helfen; diese entstehen, wenn Afrikaner dort verenden – eine Frage der Hygiene.

Die Innenminister aus den Staaten Polen, Spanien, Italien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, den Ländern mit den „dicken” Stimmen im EU-Ministerrat haben diese Ausgeburt der Menschenverachtung vor allem ins Leben gerufen. Unser Innenminister Schäuble ist so begeistert vom Erfolg, dass er auch deutsche Hubschrauber  bewaffnen und einsetzen ließ; die Mittel bekam er aus dem Konjunkturprogramm II von Frau Merkel – eine Frage der Konjunktur also.

Ein bisschen neidisch war er nämlich schon auf die tollen Erfolge der Italiener mit ihrem Frontmann Berlusconi, dem Kandidaten für den Friedensnobelpreis. Wenn in Italien nämlich ein Schiff Flüchtlingen hilft, dann drohen dem Kapitän lange Haft- und Geldstrafen – das gefiel Schäuble besonders. Nicht wegen unterlassener Hilfeleistung musste angeklagt werden, nein Beihilfe zur illegalen Einwanderung war das Verbrechen – alles eine Frage des Rechts.

Offiziell weiß Schäuble aber nicht, was für eine Organisation FRONTEX ist; die wurde ja schon unter Rot-Grün gegründet. Seine Hubschrauber mit Maschinengewehren bestückt, sollen den Afrikanern ja nur helfen. Genau wie die subventionierten Lebensmittel, die die EU ganz billig nach Afrika liefert. Die sollten eigentlich dankbar sein, besonders die aus der Sahelzone. Prima Klima dort, fast immer Sonnenschein. Afrikaner haben es nämlich gerne warm; wir helfen ihnen bis 2050 noch mit zwei Grad Weltklimaerwärmung. Wissen Sie übrigens, dass unsere Fischtrawler dicht an Westafrikas Küste nette Fischgründe gefunden haben?  Warum die Afrikaner auswandern wollen, davon hat Schäuble keine Ahnung – da liegen ihm als Innenminister keine Zahlen vor, da war der Steinmeier zuständig. Was unsere Bundespolizei am Mittelmeer und am Atlantik sucht, das ist eine Frage der Amtshilfe.

Wie immer wissen wir Deutschen, dass das alles seine Richtigkeit hat, nur nach Gesetzen gehandelt wird, aber die EU vielleicht daran Schuld ist. Es geht ja bei dem Migranenproblem um nichts weniger, als unsere Rasse rein zu halten und um die Rettung unserer Religion. Dafür haben wir ja die künftige Bundesregierung gewählt, dass hier alles glatt über die Bühne geht ohne dass man da viel merkt.